Kreisverwaltung Dithmarschen trägt jetzt das Gütezeichen "familienfreundlich"

BERLIN/HEIDE (pid). Jetzt ist es amtlich. Mit dem Zertifikat zum Audit "berufundfamilie" darf die Kreisverwaltung Dithmarschen für die nächsten drei Jahre ein weiteres Gütesiegel tragen. Ute Dethlefs, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Dithmarschen, erhielt in Berlin die Auszeichnung aus den Händen der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. Sie ist gleichzeitig Schirmherrin des Audits. Mit von der Partie Staatssekretär Peter Hintze. Für Landrat Dr. Jörn Klimant ist das Zertifikat ein klares und eindeutiges Signal an Politik und Verwaltung: "Wir befinden uns auf dem richtigen Weg, Dithmarschen zu einem familienfreundlichen Kreis zu machen."

beruf und famiie 

Überreichen des Zertifikats zum Audit "berufundfamilie" in Berlin (von links): Staatssekretär Peter Hintze, Ute Dethlefs, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Dithmarschen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder 

Im Rahmen der Auditierung wurden zuvor im Dithmarscher Kreishaus der Bestand der Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie begutachtet. Zeitgleich wurden weiterführende Ziele einer familienbewussten Personalpolitik formuliert. Landrat Dr. Jörn Klimant: "Wir haben uns verpflichtet, die alle besprochenen Maßnahmen innerhalb der nächsten drei Jahre umzusetzen." Stichtag ist der 17. Mai 2013. Geschäftsführung und Kuratorium von berufundfamilie, einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, haben die erfolgreiche Durchführung des Audit mit Brief und Logo bescheinigt.

Flexible Arbeitszeit durch Gleitzeit sind für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung jetzt schon ebenso selbstverständlich wie Maßnahmen der Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz oder Teamarbeit. Das Intranet erleichtert die Orientierung und Information, auch zu Themen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der Landrat: "Die Führungskräftebeurteilung von unten gibt ein verlässliches Feedback. Wer Betreuungsbedarf hat, wird beraten."

Für den Dithmarscher Verwaltungschef ist das Audit mehr als ein strategisches Managementinstrument zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dr. Jörn Klimant: "Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können sich leichter für Kinder und das Leben mit Familie entscheiden, wenn ihr Arbeitgeber eine familienfreundliche Personalpolitik betreibt."

Auf der anderen Seite gibt es durch den Auditierungsprozess positive Aspekte für die Kreisverwaltung Dithmarschen. Der Landrat: "Wir können unser Arbeitskräftepotenzial weitgehend ausschöpfen, unsere Fachkräfte binden und unser Behördenimage als attraktiver Arbeitgeber für qualifizierte Frauen und Männer nachhaltig festigen. Das neue Gütesiegel motiviert."

Man werde sich nicht auf den erreichten Lorbeeren ausruhen, betonte Dr. Klimant. Im Gespräch sei neben einer Ausweitung der Gleitzeit auch ein Pilotprojekt zu mobilen Arbeitsformen. Für Ute Dethlefs gehören rasche Informationen zur sozialen Grundausstattung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: "Sie sind so wichtig wie PC und Schreibtischlampe. Nur wer zügig Bescheid weiß, kann prompt und flexibel reagieren." So redet sie dem Intranet als attraktive Informationsbasis innerhalb der Kreisverwaltung das Wort.

Unterstützung holt sich der Kreis in Zukunft bei anderen regionalen Arbeitgebern für gemeinsame Projekte zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Landrat Dr. Jörn Klimant plant, das wichtige Thema in der gesamten Region zu verankern. Ein Leitfaden soll über Familienphasen wie Elternzeit und Pflegebefreiung aufklären. Väter sollen direkt angesprochen werden, ihre Möglichkeiten zu nutzen.

Wer eine Auszeit nimmt, bleibt nicht außen vor, verspricht der Landrat. Die Kreisverwaltung bietet in Zukunft bedarfsgerechte Fortbildung für Beschäftigte in Freistellungsphasen an. Die praktische Umsetzung der familiengerechten Verwaltungs- und Führungskultur wird jährlich geprüft. Sind die ersten drei Jahre um, können neue Ziele für eine familienbewusste Personalpolitik vereinbart werden.

"Das Audit 'berufundfamilie' zahlt sich für Bürgerinnen und Bürger, für Beschäftigte und für den Kreis als öffentlichen Arbeitgeber aus", ist sich Landrat Dr. Jörn Klimant ganz sicher. "Jetzt ist es an der Zeit, die Rahmenbedingungen in der Praxis weiter zu gestalten und jeden Tag aufs neue mit Leben zu füllen; denn hier gilt: nach dem Audit ist vor dem Audit."

Autor: Pressestelle, 24.06.2010 
Quelle: Kreis Dithmarschen