HEIDE. Auf Grundlage eines Erlasses des Umweltministeriums des Landes Schleswig-Holstein vom 5. April 2017 hebt der Kreis Dithmarschen ab Sonntag (9. April) in weiten Teilen des Kreisgebietes die Aufstallungspflicht auf. Für diese Bereiche gelten jedoch besondere Biosicherheitsmaßnahmen. Geflügelausstellungen und Geflügelmärkte dürfen nach wie vor nicht durchgeführt werden. Weiter aufgestallt bleibt das Geflügel in den Kreisrandgebieten entlang der Küste, der Elbe, der Eider und des Nord-Ostsee-Kanals sowie im EU-Vogelschutzgebiet Eider-Treene-Sorge, im Dithmarscher Speicherkoog, im Vogelflugkorridor „Offenbüttler Moor“ und im Vogelrastgebiet „Kudensee/Buchholzer Moor“. Auf der Homepage des Kreises www.dithmarschen.de sind die genauen Grenzziehungen beschrieben und kartographisch dargestellt. Zudem sind alle weiteren Detailinformationen zum Beispiel zu den erforderlichen Biosicherheitsmaßnahmen abrufbar. Landrat Dr. Klimant freut sich mit den Geflügelhalterinnen und Geflügelhaltern: „Ich weiß aus vielen persönlichen Gesprächen um die enormen Belastungen für Tier und Mensch, die mit der inzwischen über fast fünf Monate andauernden Aufstallungspflicht einhergehen. Mit dem deutlich zurückgehenden Vogelzug bin ich zuversichtlich, dass wir bald vollständig Entwarnung geben können.“

Für die nicht mehr von der Aufstallungspflicht betroffenen Gebiete sind insbesondere bezüglich der Fütterung und des Tränkens folgende Biosicherheitsmaßnahmen vorgeschrieben, um den direkten und indirekten Kontakt zu Wildvögeln wirksam zu unterbinden:

  • Die Fütterung hat ausschließlich im Stall oder unter einem Dach zu erfolgen, so dass Wildvögel keinen Zugang zu den Futterstellen haben. Futterreste sind zu vermeiden bzw. unverzüglich zu beseitigen.
  • Ein Tränken hat ebenfalls geschützt vor Wildvögeln zu erfolgen. Das Tränkwasser ist in Trinkwasserqualität zu verabreichen und darf keinem natürlichen Oberflächenwasser entnommen werden.
  • Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, ist für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren.
  • Dem Geflügel ist kein Zugang zu natürlichen oder künstlichen Wasserstellen zu gewähren, welche auch für Wildvögel zugänglich sind.

zu den Kartenansichten

Weiterhin aufgestallt bleiben muss das Geflügel gemäß der am 8. April 2017 amtlich bekanntzumachenden Allgemeinverfügung des Kreises Dithmarschen in folgenden Gebieten (Vorab-Auszug aus der Allgemeinverfügung):

  • ein 3 km breiter Streifen entlang der Nordseeküste, der Elbe und der Eider flussaufwärts bis zur Straßenbrücke Friedrichstadt, danach bei der Schleuse Nordfeld übergehend in
  • einen 500 m breiten Streifen entlang des Eiderdeiches bis zur Straßenbrücke Lexfähre sowie danach bei dem Zufluss des Randkanals entlang der Eider und des Gieselau-Kanals bis zum Nord-Ostsee-Kanal,
  • ein 500 m breiter Streifen entlang des Nord-Ostsee-Kanals von Brunsbüttel bis zur Einmündung des Gieselau-Kanals in den Nord-Ostsee-Kanal,
  • das EU-Vogelschutzgebiet 1622-493 Eider-Treene-Sorge und ein 500 m breiter Streifen um das EU-Vogelschutzgebiet 1622-493 Eider-Treene-Sorge,
  • der Dithmarscher Speicherkoog und ein 500 m breiter Streifen um den Speicherkoog Dithmarschen,
  • der Vogelflugkorridor „Offenbüttler Moor“ mit der Gemeinde Offenbüttel sowie dem sich anschließenden Gebiet, das an der Gemeindegrenze zu Osterrade an der L 131 beginnt, östlich der Bebauung der L 131 in nördlicher Richtung folgend bis zur Albersdorfer Straße, südlich der Bebauung der Albersdorfer Straße folgend bis zur Kreuzung Albersdorfer Straße-Zur Eider, weiter auf der Albersdorfer Straße in nördlicher Richtung bis zur Zuwegung Albersdorfer Straße 14, südwestlich der Bebauung in südöstlicher Richtung auf den Weg in Richtung Dörpswischweg zu, weiter nordöstlicher Richtung den Dörpswischweg kreuzend bis zum Randkanal, dem Randkanal folgend bis zur Brücke, von dort in südwestlicher Richtung den Weg Richtung Wrohm 400 Meter folgend bis zur Kreuzung, den Weg in nördlicher Richtung, die Straße Altenfähre und die B 203 kreuzend bis zur Gemeindegrenze Wrohm, der Gemeindegrenze Wrohm in östlicher Richtung folgend bis zur Kreisgrenze, der Kreisgrenze in südlicher Richtung bis zur Gemeindegrenze Offenbüttel folgend.
  • das Vogelrastgebiet „Kudensee/Buchholzer Moor“ vom Schnittpunkt Büttler Kanal Burger Au-südöstliche Kreisgrenze entlang Büttler Kanal Burger Au zum Zusammenfluß mit dem Kommisionsgraben, entlang des Kommisionsgrabens bis nordwestlich des Kudensees abbiegend auf die Straße Richtung Kläranlage, der Straße folgend bis südlich der Bebauung an der Straße Blankenese, weiter südlich der Bebauung der Straße Blankenese östlich folgend bis zur Kreuzung mit dem südlich des Klevhang verlaufenden Feldweg, weiter folgend dem südlich des Klevhang verlaufenden Feldweg bis zur Bebauung der Gemeinde Buchholz, südöstlich der Bebauung verlaufend bis zur Kreuzung Un-term Cleve Nr. 6 mit der Straße Richtung Buchholzer Moor, weiter entlang der Straße Unterm Cleve in nordöstlicher Richtung bis zur Kreuzung Buchholzer Moor, der Straße Buchholzer Moor über die Burger Au folgend bis zur südwestlichen Abzweigung Buchholzer Moor, Buchholzer Moor 200 Meter südwestlich folgend bis zur Abzweigung Richtung Nord-Ostsee-Kanal dort bis zur Kreisgrenze und dann der Kreisgrenze folgend bis zum Ausganspunkt.
Autor: Pressestelle, 07.04.2017 
Quelle: Kreis Dithmarschen