Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Gymnasium Marne und Grundschule Wesselburen Modellschulen im Sinne des Klimaschutzes

HEIDE. In seinem vor vier Jahren aufgelegten Integrierten Klimaschutzkonzept (IKK) hat der Kreis Dithmarschen das Ziel „Klimaneutralität in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität bis zum Jahr 2030“ formuliert. Das Klimaschutzkonzept gibt den Rahmen vor, mit welchen Maßnahmen dieses Ziel erreicht werden soll. Im Handlungsfeld Bildung starten nach den Sommerferien das Gymnasium Marne und die Grundschule Wesselburen als Modellschulen unter dem Maßnahmentitel „Einführung von Energiesparmodellen an Dithmarscher Bildungseinrichtungen“. Bevor das Projekt Anfang 2018 auf möglichst alle Bildungseinrichtungen im Kreisgebiet – von der Kindertagesstätte bis zum Berufsbildungszentrum – ausgerollt wird, sollen in Marne und Wesselburen erste Praxiserfahrungen gesammelt werden, von denen alle anderen profitieren können.

Zuständig beim Kreis Dithmarschen sind Marthe Cebula und Daniel Weinreich. Seit April 2017 arbeiten die Klimaschützer im Projekt „Einführung von Energiesparmodellen an Dithmarscher Bildungseinrichtungen“. Nach zahlreichen vorbereitenden Arbeiten freuen sie sich darauf, dass es jetzt losgeht: „Wir haben uns bei den Modellschulen bewusst für verschiedene Schularten, auch in Bezug auf die Altersgruppen, entschieden. Zudem sind die Gebäude auf einem unterschiedlichen energetischen Stand. In dieser Konstellation können wir wichtige Erkenntnisse sammeln und diese für das Gesamtprojekt verfügbar machen.“

In den beiden Einrichtungen führen Kinder und Jugendliche ab September 2017 Maßnahmen zum Klimaschutz durch, wie zum Beispiel das Erstellen von Plakaten mit Hinweisen zum Energiesparen oder einen Stromspartag. Die Projektkoordinatoren begleiten die gut fünfmonatige Modellphase sehr eng. Insgesamt nehmen sie für die gesamte Projektlaufzeit bis zum Frühjahr 2021 für alle teilnehmenden Einrichtungen eine Beraterrolle ein, stellen zum Beispiel Unterrichtsmaterialien zur Verfügung und werten jeweils zum Jahresende auch die Prämien aus, die die Bildungseinrichtungen und somit auch die Kinder und Jugendlichen für ihre erfolgreichen Klimaschutzaktivitäten erhalten.

Die Grundlage für die Prämienberechnung in Dithmarschen ist das sogenannte Aktivitätsprämienmodell, auf das sich die Träger der bis jetzt 45 teilnehmenden Bildungseinrichtungen kürzlich verständigt haben. Gegenüber einem alternativ diskutierten Beteiligungsprämienmodell erhalten die Teilnehmer für ihr Engagement eine sichere Prämie, weil die Aktivitäten, also die durchgeführten Maßnahmen zum Klimaschutz, anhand eines Punktesystems bewertet und mit einer finanziellen Prämie durch den Einrichtungsträger gewürdigt werden. Das Beteiligungsprämienmodell hingegen sieht aufwändige Berechnungen zu tatsächlich erzielten Energieeinsparungen vor, wobei die Prämienhöhe ungewiss ist. Mit der Entscheidung für das Aktivitätsprämienmodell gibt es einen Prämienrahmen, der vom Einrichtungsträger festgelegt wird. Cebula und Weinreich empfehlen einen Ansatz von rund 10 Prozent der Energiekosten der jeweiligen Bildungseinrichtung bei Projektstart: „Wenn man bedenkt, dass sich alleine durch eine Verhaltensänderung in der Energienutzung eine Einsparung von bis zu 20 Prozent erzielen lässt, ohne in Sanierung oder ähnliches zu investieren, sind 10 Prozent für engagierte Einrichtungen realistisch.“

Alle zwei Jahre wird der Prämienrahmen in einem Gespräch zwischen Bildungseinrichtung und Einrichtungsträger neu festgelegt. Dadurch soll die Qualität der Maßnahmen sukzessive steigen und sich die Höhe der Prämie auch an den Kosteneinsparungen aus den Energieeinsparungen orientieren. Nach Ablauf der 4-jährigen Begleitung durch die Koordinatoren soll das Projekt auf eigenen Beinen stehen können.

Cebula und Weinreich begrüßen es sehr, dass viele Bildungseinrichtungen schon jetzt in die Zukunft investieren, indem sie den Kindern und Jugendlichen den Klimaschutz ans Herz legen. Das Projekt will mit dem Prämienmodell diese Bemühungen vor allem honorieren und dazu anleiten, dass schonender Umgang mit Ressourcen im Alltag zur Gewohnheit wird – dabei nehmen Kinder und Jugendliche eine wichtige Multiplikatorenrolle ein.

Das Integrierte Klimaschutzkonzept des Kreises Dithmarschen und weitere Informationen zu dieser und weiteren Klimaschutzmaßnahmen finden Interessierte im Internet unter www.dithmarschen.de/klimaschutz.

Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zur Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Logo BMU Klimaschutzinitiative
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Titel:
Einführung von Energiesparmodellen an Dithmarscher Bildungseinrichtungen

Förderzeitraum:
01.04.2017 bis 31.03.2021

Förderkennzeichen:
03K04573

 

Autor: Pressestelle, 21.08.2017 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

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