Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Sonderausstellung im Dithmarscher Landesmuseum: "Continuo - Leben und Sterben. Eine künstlerische Sichtweise"

MELDORF. Zum Nachdenken über Vergänglichkeit möchte die Ausstellung „Continuo – Leben und Sterben. Eine künst-lerische Sichtweise“ anregen. Die Schau mit Werken von Ursula Dietze und Erhart Mitzlaff (1916 – 1991), feiert am Sonntag, 19. März 2017, um 11 Uhr, im Dithmarscher Landesmuseum, Bütjestraße 2-4, in Meldorf Eröffnung. Die Künstlerin Ursula Dietze ist anwesend. Außerdem führt Dr. Ulla I. Klein in die Ausstellung ein. Bis zum 16. April 2017 läuft „Continuo“.

Erstmals zeigt das Landesmuseum Skulpturen der Künstlerin Ursula Dietze aus Friedrichstadt, die auch die Schau konzipierte, und Holzschnitte des Künstlers Erhart Mitzlaff (1916 – 1991). Museumsleiterin Dr. Jutta Müller erklärt: „Die Schau ist eine gute Ergänzung zu unserer Sonderausstellung ‚Trauer, Tod und Liekenfru – Die Dithmarscher und der Tod‘ von 2016, die sich kulturhistorisch anhand von Objekten und Dokumenten, die vorwiegend aus der Sammlung des Landesmuseums bestand, mit dem Thema Sterbekultur auseinander setzte. ‚Continuo‘ wählt dagegen die künstlerische Perspektive auf den letzten Lebensabschnitt.“


Einheit von Leben und Tod

Ursula Dietze arbeitet überwiegend mit Keramik und themenbezogenem Fundmetall, auch durch neuwertiges Eisen ergänzt, in Mixed Media Technik. Ursula Dietze ist Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und gestaltet seit dem Jahr 2000 Skulpturen.

Die Holzschnitte von Erhart Mitzlaff stammen vor allem aus dem Mappenwerk „Alte Menschen“ (1987) aus der Sammlung Norden (Friedrichstadt). Die Serie ist mit Texten des Bremer Pastors Claus Heitmann versehen. Das breite Kunstschaffen des Kieler Künstlers mit zahlreichen Ausstellungen beinhaltet außerdem Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen und Auf-tragsarbeiten zu Fensterbildern für verschiedene Kirchen in Dortmund, Bremen und Hoyer.

„Continuo“ möchte die Besucherinnen und Besucher ermuti-gen, sich den oft tabuisierten und belastenden Themen Tod und Alter zu stellen und über eigene Ängste nachzudenken. Vor allem sollen die Kunstwerke vermitteln, empathisch zu leben und den Augenblick zu genießen. Denn gerade das Bewusstwerden über die Vergänglichkeit macht das Leben so wertvoll.


Begleitprogramm:

Die Künstlerin und Kuratorin der Schau Ursula Dietze führt am Sonntag, 2. April 2017, um 14 Uhr, durch die Schau. Im An-schluss wird um 15 Uhr im Kinosaal des Museums der Film „Ente, Tod und Tulpe“ nach dem Buch von Wolf Erlbruch gezeigt. Er ist Auftakt zu einer offenen Gesprächsrunde „Tod im kindlichen Erleben“, die von Dr. Ursula Dietze, Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, sowie Ellen Jansen vom Freundeskreis Hospiz Dithmarschen moderiert wird. Interessierte können sich beim Dithmarscher Landesmuseum unter der Telefonnummer 04832 – 60006-0 sowie per E-Mail kontakt@museum-dithmarschen.de zur Ausstellungsführung inklusive Film und Diskussionsrunde anmelden.

Ursula Dietze: »Augenblicke«, Skulptur Foto: Dithmarscher Landesmuseum/Dietze

Ursula Dietze: »Augenblicke«, Skulptur Foto: Dithmarscher Landesmuseum/Dietze

 

Autor: Pressestelle, 09.03.2017 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

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