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Youth2Youth und Mediascouts: Ausbildung zur Sucht- und Mobbingprävention des Kreises Dithmarschen weiter auf Erfolgskurs

HEIDE/BÜSUM. Die Jugendschutzprojekte des Kreises Dithmarschen zur Sucht- und Mobbingprävention sind nachhaltig erfolgreich: Die aktuelle Youth2Youth-Fortbildung startete am 24. Februar 2017 in der Jugendherberge Büsum mit 14 Teilnehmerinnen. Außerdem sind Mediascouts an ihren Schulen aktiv: Sie informieren ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sowie Erwachsene über die Gefahren im Internet.

In der Jugendherberge Büsum startete am 24. Februar 2017 zum 18. Mal, das Präventionsprojekt Youth2Youth des Jugendschutzes des Kreises Dithmarschen. 14 Mädchen von sechs Schulen aus dem ganzen Kreis erarbeiteten sich Informationen über Drogen und suchtbegünstigende Faktoren. An den folgenden drei Wochenenden und zwei Nachmittagsterminen stehen Verhaltenssüchte, Selbsterfahrung, Kommunikation und Mobbing auf dem Programm. Den Abschluss bildet der Projektworkshop im September. „Es war ganz anders, als ich erwartet habe. Ich dachte, dass wir viele Referate zu hören bekommen. Wir haben uns jedoch fast alles selbst erarbeitet und hatten eine Menge Spaß“, führt Vivian Thede von der Büsumer Schule am Meer aus.

Erstmals waren Absolventinnen des letzten Jahrgangs mit als Teamerinnen dabei und bereiteten das komplexe Thema Sucht auf. Im Mittelpunkt standen die Fragen: Wann beginnt Sucht? Worauf muss ich achten, damit ich einen kontrollierten Umgang mit Bier, Sekt, Handy und Joystick pflege? Weiter geht es Ende März in der Jugendherberge in Albersdorf.


Mediascouts: WhatsApp-Planspiel zum Thema Mobbing

Jugendliche Fachleute hat auch das Projekt Mediascouts hervorgebracht. „Heute sind junge Menschen vielfältig im Internet unterwegs. Sie greifen auf grenzenlose Informationen zu, nutzen kreative Möglichkeiten und kommunizieren bei WhatsApp, Instagram, Facebook und Co. Dabei geraten Fallstricke der sozialen Netzwerke und mögliche Folgen ihres Handelns leider gelegentlich in den Hintergrund. Mit der Schulung zu Mediascouts möchten wir sie für die bewusste Nutzung sensibilisieren“, erklärt Gerhard Manzke, Jugendschutzbeauftragter des Kreises Dithmarschen.

Schülerinnen und Schüler der Projekt-Partnerschulen Meldorfer Gemeinschaftsschule und des Heider Werner-Heisenberg-Gymnasiums haben Fünft- und Sechstklässler über mögliche Gefahren im Internet informiert. Dafür erarbeiten sie das dreistündige Programm „Medienwahn?!“ samt Material für die Unterrichtsgestaltung wie Mitmachaktionen und Infos über zum Beispiel soziale Netzwerke. Bestandteil des Programmes ist unter anderem ein WhatsApp-Planspiel. Das digitale Kommunikationsnetz ist im Spiel analog: Nachrichtenzettel mit Informationen, Stimmungen, Fantalk und auch Beleidigungen werden an Freunde und Bekannte sowie in Gruppen weitergereicht, gelesen und kommentiert. Die wie bei WhatsApp verwendeten Fotos werden auf das Papier gemalt. Das Spiel zeigt, welche Eigendynamik Gerüchte und Spott entwickeln können und wie leicht es ist, daran teilzuhaben, andere Menschen zu demütigen.

Zünftig stehen die jungen Fachleute für Elternabende an ihren Schulen zur Verfügung – 30 Minuten Dialog zu Medienthemen wie Handyregeln für Jugendliche und Computerspiele.

Auch 2017 wird es wieder eine Mediascout-Ausbildung für zwei weitere Schulen geben. Die Ausschreibungen gehen im Frühjahr an die Bildungseinrichtungen.

Die Youth2Youth-Fortbildung startete in Büsum am 24. Februar 2017 (v.l.): Marie Fabian, Jasin Ristok, Soey Schmidt, Vivian Thede und Jule Wilkens bei einer Präsentation. Foto: Kreis Dithmarschen/Manzke

Die Youth2Youth-Fortbildung startete in Büsum am 24. Februar 2017 (v.l.): Marie Fabian, Jasin Ristok, Soey Schmidt, Vivian Thede und Jule Wilkens bei einer Präsentation. Foto: Kreis Dithmarschen/Manzke
Autor: Pressestelle, 02.03.2017 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

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