Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. startet

HEIDE. Die Soldatinnen und Soldaten der Wulf-Isebrand-Kaserne in Heide bitten traditionell zum Jahresende um eine Spende für den Verein Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Zum Auftakt der Haus- und Straßensammlung am 4. November 2017 gingen Landrat Dr. Jörn Klimant, Oberstleutnant Helge Gerken, Kommandeur der II./Unteroffiziersschule der Luftwaffe, und Stabsfeldwebel Michael Stumm mit den Spendendosen durch die Heider Innenstadt. Da es sich um die letzte von Michael Stumm organisierte und begleitete Haus- und Straßensammlung handelt, waren auch die Landtagsvizepräsidentin Kirsten Eickhoff-Weber, Dr. Ekkehard Klug, Minister a. D. und Landesvorsitzender Schleswig-Holstein des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK). Beim Auftakt wurden insgesamt 485 Euro gesammelt.

Landrat Dr. Klimant betont: „Die Sammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ermöglicht jedem, ein Zeichen für den Frieden zu setzen – dabei zählt jeder Betrag. Ganz herzlich danke ich Stabsfeldwebel Stumm, der diese Aktion mit viel Herzblut und Organisationstalent über viele Jahre initiiert hat. Für die diesjährige Haus- und Straßensammlung wünsche ich den Soldatinnen und Soldaten viel Erfolg.“

Stabsfeldwebel Michael Stumm organisierte seit 2004 die Spendenaktion für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Dithmarschen. Dabei kamen von 2004 bis 2016 insgesamt 153.286,43 Euro zusammen.

Für Stabsfeldwebel Stumm endet seine Dienstzeit bei der Bundeswehr am 31. März 2018. Er zieht zum Abschluss seiner Tätigkeit eine positive Bilanz: „Ich habe dem Volksbund schon während meiner Jugendzeit in Bremen geholfen. Daher bedeutete es mir viel, seit 2004 auch von Heide aus den Volksbund unterstützen zu können. Die Spendenaktion besitzt für mich auch einen ideellen Wert. Denn sie leistet einen bedeutenden Teil zum gemeinsamen Frieden und zur Völkerverständigung.“

Die Spendengelder verwendet der Volksbund für die Pflege und Erfassung der Gräber der Kriegs- und Gewaltopfer beider Weltkriege.

Die Haus- und Straßensammlung läuft bis zum 3. Dezember 2017. Rund 400 Soldatinnen und Soldaten der II./Unteroffizierschule der Luftwaffe sowie des Sanitätsversorgungszentrums Heide beteiligen sich an der Aktion.

Die Spendensammlerinnen und -sammler tragen ihre Uniform und treten in mindestens Zweiergruppen auf. Da es in den letzten Jahren vermehrt dazu gekommen ist, dass auch „Fremdsammler“ um eine Spende gebeten haben, weist die Bundeswehr ausdrücklich darauf hin, dass die an der Spen-denaktion teilnehmenden Soldatinnen und Soldaten einen Sammelausweis besitzen, der auf Verlangen vorgezeigt wird.


„Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der im Jahr 1919 gegründet wurde, pflegt und erhält im Auftrag der Bundesregierung die Gräber der deutschen Kriegstoten beider Weltkriege im Ausland. Im Inland unterstützt der gemeinnützige Verein die Länder beziehungsweise die jeweiligen Fried-hofsträger bei der Pflege der Kriegsgräber. Die humanitäre Organisation betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge und berät öffentliche und private Stellen. Außerdem unterstützt der Volksbund die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge.

Der Volksbund strebt Versöhnung und Verständigung zwischen den Nationen an. Eine wichtige Rolle nimmt dabei seit 1953 die Jugend- und Bildungsarbeit unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ ein. In den vier Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten des Volksbundes in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland kommen Jugendliche und junge Erwachsene für friedenspädagogische Projekte auf den Kriegsgräberstätten zusammen. Über 20.000 junge Menschen aus ganz Europa beteiligen sich jährlich an den Workcamps, Jugendprojekten und Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten des Volksbundes im In- und Ausland.

Daneben wird der Volkstrauertag als Tag des Gedenkens und der Mahnung zum Frieden jährlich im November vom Volksbund bundesweit ausgerichtet.

In der Obhut der Deutschen Kriegsgräberfürsorge befinden sich 832 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten aus Europa und Nordafrika mit rund 2,7 Millionen Kriegstoten. Mehrere tausend ehrenamtliche und 571 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfüllen heute die Aufgaben der Organisation.

Seine Arbeit finanziert der Volksbund zu etwa 70 Prozent aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Den Rest decken öffentliche Mittel des Bundes und der Länder. Die Bundeswehr und der Reservistenverband unterstützen die humanitäre Organisation durch Arbeitseinsätze auf in- und ausländischen Kriegsgräberstätten, in den Workcamps, bei Gedenkveran-staltungen und bei den Haus- und Straßensammlungen.

Sammeln für den Volksbund (v.l.): Oberstleutnant Helge Gerken, Kommandeur der II./Unteroffiziersschule der Luftwaffe sowie Landrat Dr. Jörn Klimant, Landtagsvizepräsidentin Kirsten Eickhoff-Weber, Dr. Ekkehard Klug, Minister a. D. und Landesvorsitzender Schleswig-Holstein des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) e.V. sowie Stabsfeldwebel Michael Stumm. Foto: Kreis Dithmarschen

Sammeln für den Volksbund (v.l.): Oberstleutnant Helge Gerken, Kommandeur der II./Unteroffiziersschule der Luftwaffe sowie Landrat Dr. Jörn Klimant, Landtagsvizepräsidentin Kirsten Eickhoff-Weber, Dr. Ekkehard Klug, Minister a. D. und Landesvorsitzender Schleswig-Holstein des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) e.V. sowie Stabsfeldwebel Michael Stumm. Foto: Kreis Dithmarschen
Autor: Pressestelle, 06.11.2017 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

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