Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Neues Schuljahr, mehr Angebote: Rückenwind für Betriebe und Jugendliche

HEIDE. Praktika mit Zukunftsperspektiven – darauf setzt seit einem Jahr das überregionale Verbundvorhaben „JuMoWestküste: Rückenwind – Jugendmobilität Westküste“ der Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Pinneberg und Steinburg. Zum Start des Schuljahres 2017/18 erweitert „Rückenwind“ sein Angebot mit zum Beispiel einem Praktikumsknigge für Schulen und schreibt seine Studie mit der Fachhochschule Westküste in Heide fort. Seit Juli 2017 ist Andrea Richter vom Kreis Dithmarschen neue Projektkoordinatorin und verantwortlich für das kreisübergreifende Projekt.


Berufswunsch und Ausbildungsbetrieb bereits früh mit Praktika zusammenzubringen – dieses Ziel setzt sich „JuMoWestküste: Rückenwind – Jugendmobilität Westküste“. Das überregionale Verbundvorhaben, das im Juli 2016 ins Leben gerufen wurde, hilft den Unternehmen und Jugendlichen bei der Zukunftsplanung und wirkt so langfristig dem Fachkräftemangel an der Westküste entgegen. Dafür haben die Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Pinneberg und Steinburg eine Praktikumsoffensive mit einer Online-Praktikumsbörse (www.praktikum-westkueste.de) und Mobilitätsfachkräften vor Ort gestartet. Die Kreise sind Partner in der Regionalen Kooperation Westküste zur Stärkung der Wirtschaft. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 800.000 Euro aus dem Förderprogramm „Kommunen innovativ“ unterstützt. „Rückenwind“ bietet einen kostenlosen Service, der allen Betrieben, Berufseinsteigerinnen und -einsteigern sowie Schulen offen steht. „Rückenwind“ ist praxisorientiert, flexibel und effizient.


Ein Klick – über 1.900 Praktikumsplätze

Seit dem Start im Februar 2017 wächst die Praktikumsbörse www.praktikum-westkueste.de kontinuierlich an: Bereits über 700 Unternehmen aus Pinneberg, Steinburg, Nordfriesland und Dithmarschen haben sich mit rund 1.900 Praktikumsplätzen angemeldet. Die Börse bietet mit wenig Aufwand und einer großen Reichweite viele Vorteile: Betriebe können für sich werben und den passenden Praktikanten oder die passsende Praktikantin finden. Jugendliche haben eine große Auswahl an Praktikumstellen an der Westküste.


Schulungsmodule, Ausstellung und Radiospot

Das überregionale Verbundvorhaben bietet für das Schuljahr 2017/2018 vielseitige Schulungsmodule zu Themen wie Mobilität, Praktikumsknigge und Praktikumsvorbereitung. Dafür gehen Mobilitätsfachkräfte an die allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen. Sie geben Jugendlichen während einer Unterrichtsdoppelstunde Tipps von der Praktikumssuche bis zum ersten Arbeitstag. Inhalte des Moduls „Praktikumsknigge“ sind zum Beispiel Verhaltensregeln oder das richtige Outfit.
Daneben intensiviert „Rückenwind“ zunehmend in die Öffentlichkeitsarbeit unter anderem mit Messebesuchen. Zusätzlich ist ein Radiospot über das Verbundvorhaben von Schülerinnen und Schülern in Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal Westküste geplant. Es wird 2018 eine Wanderausstellung in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Heide, den Gleichstellungsbeauftragten der Kreise und dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. geben. Diese Schau möchte mit den Klischeebildern von typisch weiblichen und männlichen Tätigkeiten aufräumen.


Praktikum und Forschung

Das Westküsteninstitut für Personalmanagement der Fachhochschule Westküste in Heide begleitet das kreisübergreifende Projekt. Die Forschungsgruppe leitet Prof. Dr. Tim Warszta des Studiengangs Wirtschaftspsychologie, Fachbereich Wirtschaft. Die Analyse soll aufzeigen, wie die berufliche Vorbereitung an den Schulen ist und wie die Jugendlichen mit den angebotenen Schulungsmodulen zurechtkommen.


Projektkoordinatorin Andrea Richter

Seit Juli 2017 ist Andrea Richter die neue Projektkoordinatorin. Mit dem Verbundvorhaben ist Richter bestens vertraut: von November 2016 bis Juni 2017 war sie für den Kreis Steinburg als Mobilitätsfachkraft tätig. Sie wechselte beruflich zum Kreis Dithmarschen und ist überzeugt, dass Mobilität nicht nur eine Frage von zurückgelegten Kilometern zwischen Heimatort und Ausbildungsplatz ist, sondern auch eine Kopfsache: „Wer als Heranwachsender offen ist für bisher unbeachtete Berufsfelder oder als Unternehmer Schülerinnen und Schüler Einblicke in den Betrieb gewährt, der fördert den eigenen Weitblick.“ Die Juristin legte bereits vor ihrer Tätigkeit am Projekt „Rückenwind“ einen Fokus auf Bildung und Berufsqualifikation: Sie war unter anderem als Mediatorin sowie Coach mit den Schwerpunkten berufliche Orientierung, Bewerbungstraining und Personalführung sowie als Bildungsbegleiterin für berufsvorbereitende Maßnahmen tätig.

Über ihre Ziele als Projektkoordinatorin für „Rückenwind“ sagt Richter: „Ich möchte die Schulen und Unternehmen zusammenführen, um die aktuelle Praktikumspraxis zu optimieren. Denn dieses Netzwerk bietet Jugendlichen sowie Arbeitgebern die Chance, aus eigener Kraft ihre Zukunft an der Westküste zu gestalten – das gelingt uns am besten kreisübergreifend und gemeinsam.“

Im Team für mehr Rückenwind für Betriebe und Jugendliche: In der Mitte Projektkoordinatorin Andrea Richter sowie die Mobilitätsfachkräfte von links Barbara Sommer (Kreis Dithmarschen), Maike Hansen (Kreis Nordfriesland) und Burkhard Stratmann (Kreis Pinneberg) und rechts sitzend Gerd Schröder (Leiter der Stabsstelle »Hilfen im Übergang« des Kreises Dithmarschen). Foto: Kreis Dithmarschen

Im Team für mehr Rückenwind für Betriebe und Jugendliche: In der Mitte Projektkoordinatorin Andrea Richter sowie die Mobilitätsfachkräfte von links Barbara Sommer (Kreis Dithmarschen), Maike Hansen (Kreis Nordfriesland) und Burkhard Stratmann (Kreis Pinneberg) und rechts sitzend Gerd Schröder (Leiter der Stabsstelle »Hilfen im Übergang« des Kreises Dithmarschen). Foto: Kreis Dithmarschen

 

Autor: Pressestelle, 02.10.2017 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

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