Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Vorbilder für den Umweltschutz: 17 Schulen erhalten den Umweltpreis des Kreises Dithmarschen

HEIDE. Natur- und Artenschutz spielen in Dithmarscher Schulen eine große Rolle: Ob ein bienenfreundliches Schulhofbeet, die Bewirtschaftung eines Schrebergartens oder die Aufforstung eines Waldes. Seit 1986 ehrt der Kreis Dithmarschen dieses nachhaltige Engagement der Schulen mit dem Umweltpreis. Landrat Stefan Mohrdieck verlieh die Preise an 17 Dithmarscher Schulen am 4. Juli 2018. Außerdem erhielten zwei Dithmarscher Schulen im landesweiten Vergleich die Auszeichnung „Zukunftschule.SH 2018“. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ im Foyer des Kreishauses stellten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern die Projekte vor. Die Schautafeln zu den Projekten stehen bis zum 3. August 2018 im Kreishaus.

Landrat Stefan Mohrdieck gratulierte den teilnehmenden Schulen: „Vorbildlich und ideenreich setzten die Schülerinnen und Schüler mit den Lehrkräften ihre Ideen für die Umwelt und die Artenvielfalt um. Dabei teilen sie ihre Erfahrungen und zeigen uns, wie Umweltschutz im Kleinen gelingen kann. Anpackend und engagiert leisten die Schulen einen wichtigen Beitrag für die Natur und Artenvielfalt in Dithmarschen.“

Am Dithmarscher Umweltpreis nehmen im Klassenverbund oder als Arbeitsgemeinschaft die Klassenstufen 1 bis 13 der allgemein- und berufsbildenden Schulen teil.

Die fünfköpfige Jury setzte sich 2018 zusammen aus Wilhelm Malerius (ehemaliger Vorsitzender des Agrar- und Umweltausschusses des Dithmarscher Kreistages), Walter Denker (Kreisbeauftragter für Naturschutz bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Dithmarschen), Max Lorenzen (Schulleiter a. D. als Vertreter der Schulrätin), Regina Wönckhaus (Abteilungsleiterin Finanz- und Rechnungswesen der Stadtwerke Heide als Vertreterin für die Gemeinschaft der Sponsoren) und Dirk Berking (Kreisbeauftragter für Natur und Umwelterziehung an Schulen). Die Jury bereiste am 30. und 31. Mai 2018 die Schulen, um die Projekte zu begutachten.

Michael Schöne, Koordinator des Umweltpreises und Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Dithmarschen, schilderte seine Eindrücke: „Es ist beachtlich, wie auch in diesem Jahr aus einer ersten Idee und dem Impuls, etwas für die Umwelt zu tun, so viele kreative und nachhaltige Projekte entstanden sind. Besonders beeindruckend ist auch, mit wie viel Elan und Freude die Schülerinnen und Schüler für ihre Projekte einstehen.“

Sponsoren sind die Stadtwerke Heide GmbH, der Wasserverband Süderdithmarschen, der Wasserverband Norderdithmarschen, der Abwasserverband Dithmarschen sowie der Zweckverband Wasserwerk Wacken. Der erste Platz ist mit 250 Euro, der zweite Platz mit 150 Euro und der Sonderpreis mit 100 Euro dotiert. Der Umweltpreis wird in drei Gewinnergruppen vergeben.

In der Regel geben die Unterstützer jeweils 500 Euro Preisgeld. Da in diesem Jahr 17 Schulen einen Preis erhalten, mehr als in den Vorjahren, wurden die Sponsorengelder einmalig aufgestockt. Die Stadtwerke Heide und der Abwasserverband Dithmarschen gaben jeweils 125 Euro extra dazu. Dadurch wurden 2018 Preisgelder in Höhe von insgesamt 2.750 Euro vergeben.

Gruppe I: Klassenstufe 1 bis 4

Den ersten Platz (jeweils 250 Euro Preisgeld) teilen sich die Grundschulen Schafstedt und Wesseln. Zum Beispiel bepflanzte die Wesselner Grundschule ein Gemüsebeet, säte ein Naturblumenbeet und bildete Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse zu „Müllexpertinnen und Müllexperten“ aus. Die Schülerinnen und Schüler aus Schafstedt wandelten ihren Schulgarten in einen jahreszeitlichen Insektengarten um und stellten Insektenhotels auf.

Auf dem zweiten Platz sind die Grundschule Am Klev mit ihrem Standort Eddelak sowie die Boy-Lornsen-Grundschule in Brunsbüttel (jeweils 150 Euro). Die Schülerinnen und Schüler aus Eddelak gestalteten ihren Garten neu, der vollständig verwüstet wurde. Auch erweiterten sie den Gartenteich um eine Aquaponikanlage, die Aquakultur/Fischzucht und Nutzpflanzenanbau miteinander verbindet. Die Kinder aus Brunsbüttel erhoben im Rahmen des Projektes „Natur verstehen – Küstenwächter“ Daten am elbseitigen Ufer der Braake kurz vor der Mündung in die Elbe. Sie erfassten Werte über das Wetter, die Wassertemperatur und beobachteten Vögel.

Den Sonderpreis (jeweils 100 Euro) teilen sich die Grund- und Gemeinschaftsschule Klaus-Groth-Schule in Heide, die Fief-Dörper-School in Süderheistedt, die Grundschule Am Klev am Standort Buchholz, die Grundschule St. Michaelisdonn und die Wulf-Iseband-Schule Grundschule Bunsoh.

Die Schülerinnen und Schüler der Klaus-Groth-Schule führten ein bestehendes Bienenprojekt fort und ernteten Äpfel, die sie zu Saft und Geele verarbeiteten. Die Fief-Dörper-School gestaltete das Schulhofbeet bienenfreundlich und pflegte das Gemüsebeet. Die Grundschule Am Klev am Standort Buchholz beschäftigte sich auch mit dem Aufbau einer Aquaponikanlage und pflegte Gemüsebeete sowie eine Kräuterspirale und Kartoffelfässer. Die Schülerinnen und Schüler aus St. Michaelisdonn widmeten sich unter dem Motto „Eine vielfältige und bunte Umwelt ist die Zukunft unserer Schüler“ der Pflege und Ausstattung eines Bauerngartens mit Insektenhotels und Vogelnistkästen sowie dem Bau von Fledermauskästen. Die Wulf-Isebrand-Schule erweiterte zum Bei-spiel das Schulbiotop und setzte einen Totholzhaufen und ei-ne Trockenmauer auf.

Gruppe II: Klassenstufe 5 bis 9

Die Schule am Meer in Büsum sowie die Grund- und Gemeinschaftsschule des Amtes Burg/St. Michaelisdonn belegen den ersten Platz (jeweils 250 Euro). Die Büsumer Schülerinnen und Schüler führen ein Bienen-Projekt „Mut zur Wildnis – Jede Blüte zählt“ fort. Dazu wurden Informationstafeln entwickelt, ein Blühstreifen angelegt und eine Internetseite zum Bienen-Projekt erstellt. Für das Vorhaben haben die Schülerinnen und Schüler Kontakt zur Gemeinde und der Politik aufgenommen, um Flächen für Blühstreifen zu akquirieren und für das Thema zu sensibilisieren.

Die Schülerinnen und Schüler aus St. Michaelisdonn entwickelten ein Projekt zum Thema Plastikmüll. Zum Beispiel sammelten sie an einem Tag Müll in Friedrichskoog, bauten eine Installation daraus und trugen zahlreiche Informationen zum Thema Müll zusammen, die sie u.a. für eine Modenschau verwendeten.

Auf dem zweiten Platz (jeweils 150 Euro) sind die Gemeinschaftsschule Meldorf und die Gemeinschaftsschule am Brutkamp in Albersdorf. Die Meldorfer Schülerinnen und Schüler entwarfen ein Schulbiotop mit Apfelbäumen, Hochbeet, Gewächshaus und gestalteten einen Teich neu. Die Gemein-schaftsschule in Albersdorf hat auf einer Gemeindefläche am Ortsrand einen Wald aus heimischen Laubgehölzen neu angepflanzt, der von den Schülerinnen und Schülern langfristig beobachtet, gepflegt und entwickelt werden soll.

Den Sonderpreis (100 Euro) erhält die Astrid-Lindgren-Schule in Meldorf für u. a. den Bau einer Trockenmauer zur Unterstützung der Artenvielfalt und zum Schutz der Insekten. Außerdem betreibt die Astrid-Lindgren-Schule seit über 20 Jahren einen Schulgarten.

Gruppe III: Klassenstufe 10 bis 13

Über den ersten Platz (250 Euro) freut sich das BerufsBildungsZentrum Dithmarschen, Pädagogisches Zentrum in Meldorf. Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher setzten mit dem Projekt „Nachhaltigkeit lernen – Kinder gestalten Zukunft“ einen Schwerpunkt. So wurde ein Schrebergarten an der Marschstraße in Meldorf zur Bewirtschaftung gepachtet. Ziel ist es, Erfahrungen im Gemüseanbau zu sammeln und sie später im Berufsleben an Kinder und Jugendliche weiterzugeben, um ihnen den wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln zu vermitteln.

Den zweiten Platz (jeweils 150 Euro) belegen das Gymnasium Marne Europaschule und die Gemeinschaftsschule am Hamberg in Burg. Die Marner Schülerinnen und Schüler bewarben sich mit den Arbeitsgemeinschaften und den Projek-ten zur Nachhaltigkeitszielsetzung „Energiehaus“, „Nature Scouts“, „Forschungszeit“ sowie der „Umwelt- und Schulteich AG“. Zu den Vorhaben zählen zum Beispiel die Integration einer Luftwärmepumpe in das Energiehaus sowie das Anle-gen eines Kräutergartens und Blühstreifens. Die Gemein-schaftsschule in Burg wurde für das Projekt „Planung und Um-setzung der Laufstrecke ‚Schnell wie ein Tier‘ im Burger Wald“ ausgezeichnet. Für den Pfad gestalteten die Schülerinnen und Schüler Schilder mit Tiersymbolen, die die eigne Ge-schwindigkeit mit denen von Tieren vergleichen.


Zukunftsschule.SH: Zwei Dithmarscher Schulen ausgezeichnet

Außerdem wurde die Auszeichnung „Zukunftsschule.SH“ der gemeinsamen Initiative des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) und des Ministeriums für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein an zwei Dithmarscher Schulen verliehen: Die Gemeinschafts-schule Meldorf für die Projekte „Fairtrade“ und „Schulbiotop“ und die Boy-Lornsen-Grundschule in Brunsbüttel für die Vor-haben „Digitales Lernen“ und „Küstenmonitoring“. Die zwei Dithmarscher Schulen erhalten jeweils 250 Euro für die Stufe III.

Die schleswig-holsteinischen Sparkassen sind seit vielen Jahren Partner der „Zukunftsschule.SH“ und stellen auch 2018 den Nachhaltigkeitspreis, der landesweit mit insgesamt 20.000 Euro dotiert ist, zur Verfügung.

Jahrgang 2018 mit Landrat Stefan Mohrdieck (oben rechts): 17 Schulen erhielten den Umweltpreis des Kreises Dithmarschen und zwei Schulen wurden als »Zukunftsschule.S-H« geehrt. Foto: Kreis Dithmarschen

Jahrgang 2018 mit Landrat Stefan Mohrdieck (oben rechts): 17 Schulen erhielten den Umweltpreis des Kreises Dithmarschen und zwei Schulen wurden als »Zukunftsschule.S-H« geehrt. Foto: Kreis Dithmarschen
Autor: Pressestelle, 05.07.2018 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

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