Geschäftsbereich Bau, Wirtschaft, Ordnung, Umwelt

Fachdienst Straßenverkehr

Führerscheinstelle

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Ausgabe von Fahrerkarten

Das Bundesamt für Güterverkehr überwacht die Einhaltung der Sozialvorschriften im Straßengüterverkehr im Rahmen von Straßenkontrollen. Hierzu gehört neben der Überwachung der Lenk- und Ruhezeiten auch die Überwachung der ordnungsgemäßen Verwendung sowohl des analogen als auch des digitalen Kontrollgeräts (Fahrtenschreiber).

Ab dem 05.05.2005 werden die zur Bedienung der Kontrollgeräte erforderlichen Karten (Fahrer-, Werkstatt- oder Unternehmenskarte) ausgegeben.

Die Fahrerkarte ermöglicht die Speicherung von Lenk- und Ruhezeiten und enthält die Identitätsdaten des Fahrers. Eine Verwendung der Fahrerkarte ist nur in Fahrzeugen möglich, die über ensprechende Aufzeichnungsgeräte verfügen. Die Fahrerkarte kann bei der für den Wohnort des Fahrerlaubnisinhabers zuständigen Fahrerlaubnisbehörde beantragt werden. Ihre Gültigkeit ist auf 5 Jahre begrenzt.

Folgekarte:

Nach Ablauf von 5 Jahren ist eine Folgekarte zu beantragen. Die Verlängerung ist frühestens 21 Werktage vor Ablauf der Gültigkeit zu beantragen. Bei Verlust/Beschädigung der Fahrerkarte hat der Fahrer eine neue Fahrerkarte zu beantragen. Bei Verlust der Fahrerkarte ist eine eidesstaatliche Versicherung nach § 156 StGB abzugeben. Diese Versicherung an Eidesstatt kann bei einem Notar bzw. bei der Fahrerlaubnisbehörde abgegeben werden. Der Fahrer ist berechtigt, seine Fahrt ohne Fahrerkarte höchstens 15 Werktage fortzusetzen. Eine Ersatzkarte darf nur die Gültigkeit der verlorenen/beschädigten Karte haben. Eine Rückgabe von Karten, welche durch Zeitablauf ungültig geworden sind, ist nicht erforderlich, da das System sowohl den Beginn als auch den Ablauf der Gültigkeit kontrolliert; eine ungültige Karte wird zurückgewiesen.

 
Folgende Unterlagen sind für die Beantragung der Fahrerkarte/der Folgekarte zwingend erforderlich:

  • Nachweis der Identität und des Wohnsitzes (Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung des Wohnortes)
  • Deutscher EU-Kartenführerschein (eine gleichzeitige Beantragung dieser Fahrerlaubnis mit der Fahrerkarte ist zulässig)
  • Lichtbild und Unterschrift (Für die Bestellung der Fahrerkarte muß jeder Antragsteller ein Lichtbild und eine Unterschrift abgeben. Der Antragsteller muß also die Fahrerkarte persönlich bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde beantragen)
  • bei Folgekarte: bisherige Fahrerkarte


Die Nummer des Führerscheins ist auf der Fahrerkarte zu vermerken. Daraus folgt, dass der Antragsteller im Besitz eines gültigen EU-Kartenführerscheins sein muss, oder diesen zeitgleich beantragt hat.

Gebühren:

  • 34,00 Euro bei Abholung
  • 37,00 Euro bei Direktversand
  • ggf. zuzüglich 30,70 Euro für eine Versicherung an Eidesstatt

Allgemeine Rechtsgrundlagen:

Mit der Verordnung (EG) Nr. 2135/98 zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 über das Kontrollgerät im Straßenverkehr hat der Rat der Europäischen Union im September 1998 die Einführung eines digitalen Kontrollgerätes zur Überwachung der Lenk- und Ruhezeiten im gewerblichen Straßenverkehr beschlossen. Von der Verordnung betroffen sind Fahrzeuge zur Güterbeförderung mit mehr als 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht und Omnibusse mit mehr als 8 Fahrgastplätzen.

Weitere Informationen zur Fahrerkarte und den entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen erhalten Sie z. B. im www. unter "Fahranweisung digitales Kontrollgerät" und beim Bundesamt für Güterverkehr (Suchbegriffe: Digitales Kontrollgerät oder Fahrpersonalrecht).

 
Fahrerkartenantrag

 
Ansprechpartner

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Fachdienstleitung
Angela Stahl