Drucksache - 2019/0537  

Betreff: Regionale Kooperation Westküste - Projekt Machbarkeitsstudie Brennstoffzellenbusse Wirtschaftsraum Brunsbüttel
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Fachdienst Bau, Naturschutz und Regionalentwicklung Bearbeiter/-in: Ulich, Erk
Beratungsfolge:
Wirtschaftsausschuss Abschließende Beschlussfassung
11.03.2019 
Sitzung des Wirtschaftsausschusses geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Brennstoffzellenbus Regionalbudget Westküste_Stand 22.02.2019  

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:
 

  1. Der Umsetzung des Projektes "Machbarkeitsstudie Brennstoffzellenbus Wirtschaftsraum Brunsbüttel" wird zugestimmt.

 

2. Die Finanzierung des Eigenanteils in Höhe von 4.000 Euro erfolgt aus den bereits für die Kofinanzierung des Regionalbudgets der Regionalen Kooperation Westküste zur Verfügung gestellten Mitteln.

 

 

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Sachverhalt:
 

Im Wirtschaftsraum Brunsbüttel ist ein Elektrolyseur in Verbindung mit einem Windpark gebaut worden, um das Speichern von überschüssigem Windstrom durch Umwandlung in Wasserstoff zu testen. Es ist geplant, den erzeugten Wasserstoff u. a. in das lokale Erdgasnetz einzuspeisen sowie über eine Tankstelle als Energieträger für die Mobilität einzusetzen.

In einem nächsten Schritt soll die Nutzungsmöglichkeit im ÖPNV untersucht werden. Aufgrund der räumlichen Nähe bieten sich als Pilotstrecken beispielsweise die Schnellbuslinie zwischen Itzehoe und Brunsbüttel (Linie 6600, in Aufgabenträgerschaft des Landes Schleswig-Holstein) sowie im Kreis Steinburg die Linien des Teilnetzes West (Linien 6601-6610) und im Kreis Dithmarschen alle Brunsbüttel bedienenden Buslinien (Linie 2507, 2508, 2584 und 2586, in Aufgabenträgerschaft des Kreises Dithmarschen) an.

In einer Machbarkeitsstudie soll untersucht werden, ob diese oder weitere Buslinien in räumlicher Nähe zum Wirtschaftsraum Brunsbüttel mit Brennstoffzellenbussen bedient werden können und welche wirtschaftlichen/finanziellen, technischen/ infrastrukturellen und rechtlichen/organisatorischen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen dafür notwendig sind. Weiterhin sollen umweltbezogene Aspekte, wie z. B. der Vergleich der CO2-Bilanz zwischen den unterschiedlichen Antriebsarten (Diesel – E-Antrieb – Brennstoffzelle), in die Untersuchung einbezogen werden (siehe Anlage).

Die Erstellung der Machbarkeitsuntersuchung soll an ein Fachbüro vergeben und durch einen Facharbeitskreis (bestehend aus Vertreter*innen der Kreise, der beteiligten ÖPNV-Aufgabenträger bzw. Kreise, der NAH.SH etc.) begleitet werden.

Die Produktion von Wasserstoff mit Überschussstrom aus Windkraftanlagen wird mit ersten Pilotanlagen an der Westküste getestet. Der in diesen Anlagen produzierte Wasserstoff ist jedoch preislich gegenüber „grauem“ Wasserstoff noch nicht konkurrenzfähig. In jedem Fall ist es sinnvoll, neben der industriellen Verwendung bspw. im ÖPNV Absatzmöglichkeiten für den „grünen“ Wasserstoff zu schaffen. Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie ein klimaneutraler und schadstofffreier ÖPNV auf Basis der Brennstoffzellentechnik in Zukunft aussehen kann.

Die Maßnahme ist geeignet als Beitrag für die Profilierung der Regionalen Kooperation Westküste als Energiekompetenzregion. Die Ergebnisse sollen auf andere Kreise der Regionalen Kooperation und in Schleswig-Holstein übertragbar sein.

 

Der Finanzierungsanteil des Kreises beträgt 4.000 €. Der Kreis Steinburg beteiligt sich in gleicher Höhe an der Finanzierung. Die Fördermittel belaufen sich auf insgesamt 32.000 €.

 

Die Maßnahme wird finanziert aus dem am 15.09.2016 beschlossenen Kofinanzierungsbeitrag in Höhe von jährlich 15.000 Euro, der im Haushalt 2019 eingestellt und bis 2020 in der Planung berücksichtigt ist (siehe Drucksachen-Nr. 2016/0099).

Der Kreistag hat mit seinem Beschluss vom 15.06.2017 die Entscheidungsbefugnis bezüglich zukünftiger finanzieller Beteiligungen an der Kofinanzierung von kreisübergreifenden Projekten im Regionalbudget Westküste 2017-2020 im Rahmen der vom Kreistag bereitgestellten Mittel auf den Wirtschafts- und Planungsausschuss übertragen.

 

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Finanzielle Auswirkungen

Ja

X

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

Falls ja:

 

 

 

 

 

Im Haushaltsplan berücksichtigt

Ja

X

2019

Nein

 

 

 

 

 

 

 

Freiwillige Aufgabe/Maßnahme

Ja

X

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnisplan/Finanzplan

Produkt-Nr.

57100

Produkt-Name

Wirtschaftsförderung

 

Ertrag

Euro

Einzahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

Aufwand

Euro

Auszahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

 

Saldo

 

Saldo

 

 

Ein negativer Saldo wird finanziert durch:

(Beschreibung der konkreten – strukturellen - Einsparungsmaßnahmen/Mehrerträge)

 

 

Auswirkung auf Stellenplan

Ja

 

 

Nein

X

 

 

 

 

 

 

 

Stellenmehrbedarf: (z. B. 0,5 VK, EG ___/A___)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Anlage

Förderantrag „Machbarkeitsstudie Brennstoffzellenbusse Wirtschaftsraum Brunsbüttel“

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 2 1 Brennstoffzellenbus Regionalbudget Westküste_Stand 22.02.2019 (355 KB)