Drucksache - 2019/0613  

Betreff: Praxispool Dithmarschen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Schröder, Gerd
Federführend:Fachdienst Wirtschaftliche Jugendhilfe Bearbeiter/-in: Fincks, Jörg
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Beschlussempfehlung an den Kreistag
26.06.2019 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses (offen)   
11.09.2019 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses (offen)   
Finanzausschuss Beschlussempfehlung an den Kreistag
12.09.2019 
Sitzung des Finanzausschusses (offen)   
Kreistag des Kreises Dithmarschen Abschließende Beschlussfassung
19.09.2019 
Sitzung des Kreistages des Kreises Dithmarschen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

-           

Beschlussvorschlag:


Es wird beschlossen, den Praxispool Dithmarschen als Daueraufgabe aus Mitteln des Kreises zu finanzieren.

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:
 

 

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Kurzer Abriss zur Historie (incl. Aufwand)

Herausforderung im Kreis Dithmarschen

Ziele des Projektes

Erfolge/Maßnahmen des Projektes

 

FINANZEN & PERSONAL

Das Projekt Praxispool wurde in seiner ersten Förderphase vom 28.12.2012 bis 31.12.2014 mit einem Gesamtvolumen von 390.824 € durchgeführt. Die Zuwendung in Höhe von 293.118 € wurde durch das Bundesmodellvorhaben „LandZukunft“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zur Verfügung gestellt. Die Förderquote betrug 75%.

In der zweiten, aktuellen Förderphase für den Zeitraum vom 01.11.2016 bis 31.10.2019 steht ein Gesamtvolumen von 210.165 € zur Verfügung, davon sind 166.500 € zuwendungsfähig. Durch die Zuwendung von 99.900 € ergibt sich eine Förderquote von 60%.

 

HERAUSFORDERUNGEN

Die Infrastruktur in Dithmarschen durch ÖPNV zur Anbindung des Umlands an die Zentren und zur Verbindung der Zentren untereinander ist nur bedingt verfügbar. Selbst Schulklassen und Kitas haben große Probleme, Strecken zu außerschulischen Angeboten zu überwinden. Die Mobilität von Kindern und Jugendlichen kann nur mit großem Aufwand ihres Umfelds hergestellt werden und bedeutet auch im Rahmen der Grundausbildung eine zusätzliche Belastung für alle Beteiligten. Projekte des Kreises (Praxispool, Praktikumsnetzwerk) unterstützen die Kinder- und Jugendmobilität bereits. Das langfristige Ziel ist hierbei, qualifizierte Arbeitskräfte in der Region auszubilden und ihrer Abwanderung entgegen zu wirken. Da im ländlichen Raum schon für die Befriedigung grundlegender Bedürfnisse bereits ein hohes Maß an zeitlichen, finanziellen und personellen Ressourcen eingesetzt wird, ist die Wahrnehmung außerschulischer Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche besonders schwierig. Der Zugang zur außerschulischen Bildung ist stark von den Möglichkeiten der Eltern, dem Engagement des sozialen Umfelds sowie von der Qualität und Quantität des Angebots vor Ort abhängig. Teilweise ist der Zugang zu Bildungsangeboten nicht gegeben.

 

ZIELE

Langfristig soll das Bildungsniveau der Dithmarscher Kinder und Jugendlichen gesteigert werden. Die Qualität der regionalen Berufsorientierung soll optimiert und so die Beschäftigungsfähigkeit der Einwohner*innen sichergestellt werden. Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen und außerschulischen Lernorten werden vertieft und gefestigt. Weiterführende Schulen erhalten durch die Praxisangebote Unterstützung in der Berufsorientierung.

Der Praxispool Dithmarschen unterstützt die Entwicklung von Fachkräftenachwuchs im ländlichen Raum. In einer Datenbank werden erlebbare praxisorientierte Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche sichtbar und allen zugängig gemacht. Die Angebote an den außerschulischen Lernorten können mit der Kita-Gruppe bzw. Schulklasse, dem Verein, allein oder mit den Eltern wahrgenommen werden. Aktuelle Themen werden auf der Facebook-Seite präsentiert. Die Bildungseinrichtungen werden ermuntert, öffentlichkeitswirksam tätig zu werden. Die Angebote werden durch eigene Formate des Praxispools ergänzt.

 

Maßnahmen

  1. Pflege und Ausbau der Datenbank mit weiteren Praxisangeboten und qualitative Weiterentwicklung vorhandener Praxisangebote (102 Anbieter, 220 Angebote, 14.000 Aufrufe von Homepage & Facebook-Seite)
  2. Verbesserung der Mobilität zu außerschulischer Bildung durch Fahrtkostenförderung und Mobilitätsberatung (max. 8,50 € pro Kind, 2.500 Kinder & Jugendliche zusätzlich in außerschulischer Bildung)
  3. Unterstützung der Bildungseinrichtungen beim Aufbau von Kooperationen mit Unternehmen und außerschulischen Lernorten
  4. Durchführung von Lehrkräftefortbildungen in den Bereichen Berufsorientierung und außerschulische Bildung (160 Teilnehmende)
  5. Durchführung eigener Veranstaltungen
    1. Jugendbeteiligungsformat „Party-Cipation“ (100 Teilnehmende)
    2. Weltmädchentag Dithmarschen (70 Teilnehmende)
    3. Informations- und Netzwerkveranstaltung zu MINT in Kita und Grundschule (40 Teilnehmende)
    4. Interaktive Ausstellung zur Beruflichen Orientierung „Under Construction“ (1.800 Gäste in vier Standorten)

 

Projektnachhaltigkeit

Nachhaltiges Ziel ist es, die Angebote des Praxispools als Teil der Berufsorientierung zu etablieren und inhaltlich wie organisatorisch in der Stabsstelle „Hilfen im Übergang“ zu verankern. Der Praxispool kann aus unternehmerischer Sicht als Vorstufe zur Berufsorientierung und zu einem Praktikum betrachtet werden und knüpft damit an das Praktikumsnetzwerk an. Beides spielt in der Wahrnehmung von Ausbildungsmöglichkeiten in der Region eine wichtige Rolle und unterstützt die nachhaltige Fachkräftesicherung. Daher ist die Fortführung und Verstetigung des Praxispools sinnvoll. Durch die Zusammenarbeit von Unternehmen, außerschulischen Lernorten, Kindertagesstätten, Schulen und Multiplikator*innen entsteht ein lokales Netzwerk für außerschulische Bildung.

 

 

Jährliche Kosten

 

Projektkoordination

43.500,00 €

Sachmittel (Fahrtkosten, Fortbildungen)

9.760,00 €

Nebenkosten MA (Reisekosten, Fortbildungen)

2.380,00 €

Arbeitsplatzkosten

7.275,00 €

Öffentlichkeitsarbeit

7.140,00 €

 

 

Summe

71.555,00

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen

Ja

x

 

Nein

 

(ab 2020)

 

 

 

 

 

Falls ja:

 

 

 

 

 

Im Haushaltsplan berücksichtigt

Ja

x

 

Nein

 

(ab 2020)

 

 

 

 

 

Freiwillige Aufgabe/Maßnahme

Ja

 

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnisplan/Finanzplan

Produkt-Nr.

35100

Produkt-Name

Soziale Leistungen

 

Ertrag

0,00 Euro

Einzahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

Aufwand

71.555,00 Euro

Auszahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

 

Saldo

 

Saldo

 

 

Ein negativer Saldo wird finanziert durch:

(Beschreibung der konkreten – strukturellen - Einsparungsmaßnahmen/Mehrerträge)

 

 

 

 

Auswirkung auf Stellenplan

Ja

x

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

Stellenmehrbedarf: 0,75 VK, EG 10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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