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Klimaschutzkonzept für den Kreis - Beirat nimmt Arbeit auf

HEIDE. Der Kreis Dithmarschen bringt den Klimaschutz in der Region auf den neuesten Stand mit dem „Integrierten Klimaschutzkonzept 2030“ (IKK). Um dieses Konzept zielführend zu gestalten, gründete sich ein Beirat. Das Gremium besteht aus Vertreter*innen der Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Verwaltung. Dabei sollen die neuesten Forschungsergebnisse sowie Ideen und Erfahrungen aus der Praxis bei Klimaschutzprojekten vor Ort berücksichtigt werden. Das erste Online-Treffen war am 21. Juni 2021. Das neue Klimaschutzkonzept soll das bisherige aus dem Jahr 2013 ablösen.

„Das erste Treffen war sehr konstruktiv und es hat Spaß gemacht, verschiedene Sichtweisen zu diskutieren und abzuwägen“, so Eva Teckenburg, Klimaschutzmanagerin des Kreises. „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und bin sehr zuversichtlich, dass wir ein anspruchsvolles Konzept mit ambitionierten Klimaschutzzielen erreichen werden.“

Auf dem Weg zum Klimaschutzkonzept

Sowohl global als auch regional ist nicht nur die Abschätzung der Folgen der klimatischen Veränderungen sondern auch das Aufzeigen von individuellen und gemeinschaftlichen Handlungsmöglichkeiten wichtig: Daher ist der Kreis Dithmarschen seit langem im Klimaschutz aktiv. Bereits 2012/2013 wurde ein Integriertes Klimaschutzkonzept erstellt, das von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert wurde. Um das Klimaschutzkonzept umzusetzen, wurde 2015 eine Stelle für Klimaschutzmanagement (KSM) eingerichtet. Zunächst wurde diese Stelle ebenfalls im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert, seit Februar 2020 ist sie in eine unbefristete Personalstelle, vollständig finanziert aus Kreismitteln, überführt worden.

Ziele des Klimaschutzkonzeptes

Durch das Klimaschutzkonzept soll eine gemeinsame Grundlage geschaffen werden für zukünftige Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes. Es werden Zielpfade erarbeitet, die kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Meilensteine je Handlungsfeld definieren. Um diese Ziele zu erreichen, sollen Maßnahmen erarbeitet werden, die zur Minderung von CO2-Emissionen, zur Nutzung erneuerbarer Energien oder zum Schutz der Ressourcen beitragen. Dies soll unter frühzeitiger Einbindung aller relevanten Akteure und der gemeinsamen Erarbeitung der Maßnahmen geschehen, um so die Akzeptanz und die anschließende Umsetzungsquote der Klimaschutzmaßnahmen zu erhöhen.

Das abgestimmte IKK kann im Anschluss auch auf kommunaler Ebene als Arbeitsgrundlage für Klimaschutzkon-zepte und -maßnahmen dienen. Die Pflege und auch die Erweiterung des Netzwerkes des Klimaschutzmanagements soll helfen, Ideen und Erfahrungen im Bereich des Klimaschutzes zu verbreiten und die Zusammenarbeit der Kommunen und weiterer Akteure stetig zu fördern.

Die Arbeit des Beirates

Bei der Erstellung des neuen Klimaschutzkonzeptes möchte der Kreis unterschiedliche Sichtweisen, Erfahrungen, Möglichkeiten und Anforderungen berücksichtigen und hat daher einen Beirat gegründet, der den Prozess steuernd unterstützt. In diesem Gremium sollen stellvertretend Personen aus den Kommunen, der Wissenschaft, von Stadtwerken, der Politik und der Zivilgesellschaft präsent sein. Bei den regelmäßigen Treffen wird es darum gehen, den aktuellen Stand der Erstellung zu besprechen, aber vor allem auch die weitere Arbeit und Schwerpunktsetzung jeweils gemeinsam zu bestimmen und zu begleiten.

„Der Klimawandel ist global eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung und auch auf lokaler Ebene sind Klimawandel und Klimaschutz, insbesondere vor dem Hintergrund der Küstenlage des Kreises Dithmarschen, eine wichtige Aufgabe, um die natürlichen Lebensgrundlagen für uns und nachfolgende Generationen zu schützen und zu erhalten“, erklärt Eva Teckenburg. „Das neue Klimaschutzkonzept soll ambitioniert und gut an die Begebenheiten und Möglichkeiten vor Ort angepasst sein. Dafür ist der Beirat mit seiner fachlichen Kompetenz und den unterschiedlichen Sichtweisen unverzichtbar.“

Innerhalb eines Jahres soll das neue Konzept fertig werden. Im Laufe der Erstellung werden viele weitere Akteur*innen angesprochen, die sich in unterschiedlichen Formaten z. B. bei der Maßnahmenentwicklung einbringen können.

Gefördert wird die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes durch das Landesprogramm ländlicher Raum; gefördert durch die Europäische Union – Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) durch die AktivRegionen Dithmarschen und Eider-Treene-Sorge.

Bei Interesse oder Wunsch nach weiteren Informationen wenden sich Interessierte an Eva Teckenburg, per E-Mail an eva.teckenburg@dithmarschen.de oder telefonisch unter 0481 97 1492. Informationen zum Klimaschutz im Kreis sind auf der Homepage des Kreises zu finden unter www.dithmarschen.de/klimaschutz und auf Instagram unter @klimaschutzdithmarschen.

Screenshot von der ersten Online-Sitzung des Beirats am 21. Juni 2021 (von links oben): Lena Knoop (Projektleitung OCF Consulting), Anna-Lena Stauzebach (OCF Consulting), Prof. Dr. Anja Wollesen (Vizepräsidentin der Fachhochschule Westküste für Lehre, Qualität und Internationalisierung) , Eva Teckenburg (Klimaschutzmanagerin des Kreises Dithmarschen), Erk Ulich (Leiter des Sachgebietes Regionalentwicklung des Kreises Dithmarschen), Andreas Wulff (Geschäftsführer der Stadtwerke Brunsbüttel), Larissa Heyer (Klimaschutzmanagerin der Stadt Heide) und Malin Weiß (Vertreterin von Fridays for Future Heide). Außerdem nahm Astrid Gasse (Fachbereichsleiterin des Bauamtes der Stadt Brunsbüttel) teil. Foto: Kreis Dithmarschen

Screenshot von der ersten Online-Sitzung des Beirats am 21. Juni 2021 (von links oben): Lena Knoop (Projektleitung OCF Consulting), Anna-Lena Stauzebach (OCF Consulting), Prof. Dr. Anja Wollesen (Vizepräsidentin der Fachhochschule Westküste für Lehre, Qualität und Internationalisierung) , Eva Teckenburg (Klimaschutzmanagerin des Kreises Dithmarschen), Erk Ulich (Leiter des Sachgebietes Regionalentwicklung des Kreises Dithmarschen), Andreas Wulff (Geschäftsführer der Stadtwerke Brunsbüttel), Larissa Heyer (Klimaschutzmanagerin der Stadt Heide) und Malin Weiß (Vertreterin von Fridays for Future Heide). Außerdem nahm Astrid Gasse (Fachbereichsleiterin des Bauamtes der Stadt Brunsbüttel) teil. Foto: Kreis Dithmarschen

30.06.2021
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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