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Zentrale Omnibusbahnhöfe waren gestern - Facebook ist "das" neue ZOB

MELDORF (pid). Bushaltestellen sind abgesagt — jedenfalls als Treffpunkt für Jugendliche. Haben sich die (Pflege-) Eltern als Heranwachsende noch dort zum Quatschen getroffen, tauschen sich Jugendliche heutzutage auf virtuellen Plattformen aus. Während der traditionellen Weihnachtsfeier  der Pflegeeltern in der Meldorfer „Erheiterung“ referierte Ulrich Tondorf, medienpädagogischer Referent der Aktion Kinder- und Jugendschutz Kiel, zum Thema „facebook & Co“.
 
Auch wenn vielleicht der eine oder andere Pflegeelternteil den Vortrag als Werbeveranstaltung für soziale Netzwerke verstanden haben wollte, wurde schnell deutlich, dass diese für junge Menschen mittlerweile zum Kennenlernen dazugehören. Nach Ansicht Tondorfs bieten die Plattformen im Internet Jugendlichen „unheimlich viele Chancen“, seien aber durchaus mit Risiken verbunden. Dabei seien (Pflege-)Eltern und Lehrer in der Pflicht, den Kindern den Umgang mit den verantwortungsvollen Umgang mit den Medien zu vermitteln.
 
Die Kommunikation beispielsweise via facebook stelle nur einen Teil des Zusammenlebens da. Somit sei sie nur ein Aspekt des Miteinanders in einer Gesellschaft — und das Zusammenleben zu gestalten, sei die Aufgabe aller ihrer Mitglieder. Das Thema in einer Stunde vollumfassend zu vermitteln, sei nicht möglich. Wer sich darüber hinaus informieren will, dem empfahl er die Internetseite www.klicksafe.de zu besuchen.
 
Bevor der Experte seine Zuhörer — unter ihnen auch erstmals der neue Geschäftsbereichsleiter Arne Carlsdotter und Meldorfs Bürgermeister Reinhard Pissowotzki — in die virtuelle Welt der Jugendlichen entführte, dankte Landrat Dr. Jörn Klimant den Pflegeeltern auch im Namen der Jugendausschuss-Vorsitzenden Ute Dethlefs und ihrer Stellvertreterin Martina Koch für ihren Einsatz. Er sei stolz darauf, in Dithmarschen so ein gut funktionierendes Pflegeelternsystem zu haben, sagte er.
 
Die Weihnachtsfeier sei nicht nur als Dankeschön zu verstehen, sondern ist auch öffentlichkeitswirksam. Denn auch in Zukunft sei man auf der Suche nach neuen Pflegeeltern. „Die beste Werbung sind ja Sie", lobte Klimant die Pflegeeltern und fügte hinzu: „So ein richtiger Dithmarscher lässt sich nicht von Hochglanzbroschüren überzeugen.“
 
Besonders hervor hob er die Interessengemeinschaft „Pflegeeltern in Dithmarschen“ (PfiD). Dieses tolle Engagement könne er nur außerordentlich begrüßen. Als Vorsitzender der „Kinder- und Jugendstiftung Dithmarschen“ hatte er für diese dann auch eine Überraschung in petto: Er überreichte einen Scheck in Höhe von 500 Euro.
 
Damit soll die Fahrt von Pflegekindern und ihren -eltern zum ersten landesweiten „Tag der Pflegefamilie“ am Sonnabend, 1. Juni 2013, von 11 bis 17 Uhr im Freilichtmuseum Molfsee unterstützt werden. Als PfiD-Sprecherin bedankte sich Diana Kraus für die Finanzspritze. Sie nutzte außerdem die Gelegenheit, um auf das erste große Treffen der Interessengemeinschaft am 29. Januar, 2013 um 20 Uhr in der „Erheiterung“ in Meldorf hinzuweisen.
03.12.2012
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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