Drucksache - 2018/0412  

Betreff: Handlungskonzept Integration
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Geschäftsbereichsleitung Familie, Soziales, Gesundheit Bearbeiter/-in: Rix, Birte
Beratungsfolge:
Sozial- u. Gesundheitsausschuss Beschlussempfehlung an den Kreistag
21.08.2018 
Sitzung des Sozial- u. Gesundheitsausschusses (offen)   
Kreistag des Kreises Dithmarschen Abschließende Beschlussfassung
11.09.2018 
Sitzung des Kreistages des Kreises Dithmarschen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Handlungskonzept Integration  

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

Dem vorgelegten Handlungskonzept Integration der Koordinierungsstelle für Migration und Integration des Kreises Dithmarschen wird zugestimmt.
 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

Seit Juli 2015 existiert im Kreis Dithmarschen die Koordinierungsstelle für Migration und Integration, die vom Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration (vormals Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten) gefördert wird und die für die integrationsorientierte Aufnahme von Schutzsuchenden und Flüchtlingen zuständig ist. Diese Stelle unterstützt zusammen mit zahlreichen weiteren lokalen Akteuren den Zugang zu Bildung und dem Arbeitsmarkt sowie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen aus anderen Kulturkreisen.

Im Rahmen der Willkommens- und Anerkennungsstruktur für Migrantinnen und Migranten werden seit 2015 zwei Fachkräfte für Integrations- und Migrationsfragen im Kreis Dithmarschen beschäftigt. Die Personalkosten trägt seither und für weitere 3 Jahre das Land Schleswig-Holstein. Die Voraus­setzung der Personalfinanzierung hat das Ministerium definiert in folgende Aufgabenstellungen:
 

-          die Entwicklung einer regionalen Gesamtstrategie;

-          die Formulierung von strategischen und operationalisierten Zielen der Integrationsarbeit in Dithmarschen;

-          die aktuelle Datenbasis über die Lage von Menschen mit Migrationshintergrund im Kreis;

-          die Vernetzung von Akteuren der Integrationsarbeit;

-          die aktive Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund;

-          den Ausbau von ehrenamtlichen Strukturen zur Unterstützung von Menschen aus anderen Kulturen sowie die Verbesserung des Zugangs von Menschen mit Migrationshintergrund für Ausbildungs- und Arbeitsplätze.
 

Diese mit dem Land vereinbarten Kernziele haben die Kreise und die kreisfreien Städte seither in die Umsetzung geführt. Regelmäßige Austausche, Fachtagungen und Klausuren unterstützen die Arbeit der Fachkräfte in Schleswig-Holstein und vernetzen über Kreis- und Stadtgrenzen hinaus. Ein Meilenstein der vereinbarten Arbeitsziele ist das Handlungskonzept Integration, das wie gefordert im III. Quartal diesen Jahres dem Ministerium zur Kenntnis vorliegen muss.

Integration ist ein dynamischer, gesellschaftlicher aber auch individueller Prozess, der auf gegenseitiger Offenheit basiert. Im Kreis Dithmarschen sind zahlreiche Akteure an dieser Querschnittsaufgabe beteiligt. Die Kreisverwaltung ist Träger von einigen Aufgaben, die Berührungspunkte mit der  Integration von Menschen haben. Die gute Zusammenarbeit mit anderen lokalen und regionalen Akteuren, wie den Städten, Ämtern und Gemeinden, der Migrationsberatung, den Sprachkurs- und Bildungsträgern, der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter Dithmarschen und den Kammern ist unabdingbar.

 

Das vorliegende strategische Papier schließt an bisherige Bemühungen des Kreises Dithmarschen an und richtet sich an die Politik, die Verwaltung, Wohlfahrtsverbände, Vereine sowie die Öffentlichkeit. Dabei ist die Verbesserung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen aus allen Kulturkreisen oberstes Ziel. Insbesondere gilt es, Zugangsbarrieren abzubauen und jeder Neuzugewanderten und jedem Neuzugewanderten nach dem individuellen Bedarf den Weg in die Regelsysteme zu ebnen.

 

Das Konzept konzentriert sich auf die Handlungsfelder Wohnen, Sprachförderung, Bildung, Arbeit und bürgerschaftliche Engagement. Das Integrationskonzept soll eine Orientierungshilfe und Entscheidungsgrundlage für künftige Handlungsschritte sein und bildet gleichzeitig eine Grundlage für ein künftiges Integration-Monitoring in der Region. Nur wenn alle Akteure gemeinsam die Umsetzung dieses Integrationskonzeptes gestalten, kann die Zuwanderung als Chance gesehen und das Potenzial für die Region genutzt werden.

Integration tangiert zahlreiche Lebensbereiche. Das Konzept fokussiert sich auf den Beginn des Integrationsprozesses. Durch die aktive Mitgestaltung der folgenden Handlungsfelder strebt die Kreisverwaltung den nachhaltigen Erfolg der Integration von Menschen aus allen Kulturkreisen in Dithmarschen an.

 

Das Handlungskonzept ist langfristig angelegt und soll phasenweise bedarfs- und handlungsorientiert wachsen.

 

Integration geschieht vor Ort und dieses Konzept kann nur in Kooperation mit lokalen und regionalen Akteuren wie den Städten, Ämtern und Gemeinden, der Migrationsberatung, den Sprachkurs- und Bildungsträgern, der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter Dithmarschen und den Kammern, Wohlfahrtsverbänden und Vereinen umgesetzt werden. Deswegen ist es unabdingbar, bestehende Strukturen zu pflegen und auszubauen. Zudem ist die gegenseitige Kommunikation und Information in einem solchen dynamischen und komplexen Feld von großer Bedeutung.

 

Der Kreis Dithmarschen betrachtet Integration als Querschnittsaufgabe, die einer Schnittstelle, bei der die Fäden zusammenlaufen, bedarf. 
 

Der intensive Austausch zwischen den Akteuren ist eine Aufgabe in der Netzwerkarbeit der vom Ministerium initiierten und geförderten Koordinierungsstelle für Integration und Migration. Neben themenspezifischen Netzwerktreffen und Veranstaltungen übernimmt die Koordinierungs­stelle die Evaluation von Maßnahmen im Kreis Dithmarschen und untersucht die Wirkungen der im Konzept beschriebenen Handlungsschritte. Derzeit ist eine Richtlinie im Ministerialentwurf, die bis zum 31.12.2021 befristet ist, und unter anderem die Übersicht zu Personal-, Verwaltungs- und Sachaufgaben und deren Förderung beschreibt. Diese weitere Projektierung, deren Zuwendungsvoraussetzungen und Förderumfänge kleinteilig definiert sind, wird von der Stabsstelle Hilfen im Übergang des Geschäftsbereiches 1 geleistet.


 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen

Ja

 

 

Nein

x

 

 

 

 

 

 

Falls ja:

 

 

 

 

 

Im Haushaltsplan berücksichtigt

Ja

 

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

Freiwillige Aufgabe/Maßnahme

Ja

 

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnisplan/Finanzplan

Produkt-Nr.

 

Produkt-Name

 

 

Ertrag

Euro

Einzahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

Aufwand

Euro

Auszahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

 

Saldo

 

Saldo

 

 

Ein negativer Saldo wird finanziert durch:

(Beschreibung der konkreten – strukturellen - Einsparungsmaßnahmen/Mehrerträge)

 

 

 

 

Auswirkung auf Stellenplan

Ja

 

 

Nein

X

 

 

 

 

 

 

 

Stellenmehrbedarf: (z. B. 0,5 VK, EG ___/A___)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagen

  1. Handlungskonzept Integration

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Handlungskonzept Integration (735 KB)