Drucksache - 2021/0997  

Betreff: Optimierungskonzept "BerufsBildungsZentrum Dithmarschen - Zukunft+"
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:LKVD/Geschäftsbereichsleitung Bau, Wirtschaft, Ordnung, Umwelt Bearbeiter/-in:LKVD Rüsen, Christian
Beratungsfolge:
Hauptausschuss Beschlussempfehlung an den Kreistag
04.05.2021 
Sitzung des Hauptausschusses geändert beschlossen   
Finanzausschuss Beschlussempfehlung an den Kreistag
27.05.2021 
Sitzung des Finanzausschusses ungeändert beschlossen   
Schul- und Kulturausschuss Beschlussempfehlung an den Kreistag
31.05.2021 
Sitzung des Schul- und Kulturausschusses ungeändert beschlossen   
Hauptausschuss Beschlussempfehlung an den Kreistag
01.06.2021 
Sitzung des Hauptausschusses ungeändert beschlossen   
Kreistag des Kreises Dithmarschen Abschließende Beschlussfassung
10.06.2021 
Sitzung des Kreistages des Kreises Dithmarschen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:
 

  1. Der Verlagerung der Berufsfachschule für Sozialpädagogische Assistent*innen und der Fachschule für Sozialpädagogik (Ausbildung zur Erzieherin*zum Erzieher) von Meldorf nach Heide zum Schuljahr 2021/22 wird zugestimmt. Beide Ausbildungsgänge sind vorübergehend in dem Schulgebäude Waldschlößchenstraße 48-52 in Heide unterzubringen, das nach dem Bezug des Neubaus des Hauptgebäudes auf dem Campus frei wird.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, in enger Abstimmung mit der Schulleitung des BBZ Dithmarschen einen weiteren Neubau auf dem Campus für die genannten Ausbildungsgänge zu planen und die Planungen einschließlich einer ersten Kostenschätzung dem Kreistag nach Vorberatung im Schul- und Kulturausschuss und im Finanzausschuss zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.

 

  1. Die Planungen zum Umbau der Verwaltung und zur Erweiterung des Hauptgebäudes in Meldorf einschließlich der Verlegung des Kiosks und einer Vergrößerung der Pausenhalle mit einem Gesamtkostenvolumen von rund 1,2 Mio. Euro werden zustimmend zur Kenntnis genommen.

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

 

1. Optimierungskonzept „BerufsBildungsZentrum Dithmarschen 2020“

 

Die berufliche Bildung ist eine wichtige Säule unseres Bildungssystems. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Konkurrenz mit benachbarten Berufsbildungseinrichtungen hatte die Kreisverwaltung im Jahr 2015 in enger Abstimmung mit der Schulleitung des BerufsBildungsZentrums Dithmarschen das Optimierungskonzept „BerufsBildungsZentrum Dithmarschen 2020“ erarbeitet, das unter Berücksichtigung der demografischen und schulorganisatorischen Rahmenbedingungen mehrere Neubau- und Modernisierungsvorhaben an den Standorten in Heide und in Meldorf vorsieht. Am 24.09.2015 hat der Kreistag dem Konzept und den darin enthaltenen Investitionsmaßnahmen zugestimmt (siehe Drucksachen-Nr. 2015/KT/36).

 

Das ursprüngliche Konzept umfasst folgende Maßnahmen:

 

Standort Heide:

  • Neubau eines Hauptgebäudes in Nachbarschaft zum Beruflichen Gymnasium
  • Umbau eines Chemiefachraumes am beruflichen Gymnasium
  • Abbruch des Hauswirtschaftsgebäudes

Standort Meldorf:

  • Neubau eines Wohnheims mit 38 Wohnheimplätzen
  • Optimierung des M-Gebäudes (Metalltechnik) mit Abriss des alten Käselagers und neuem Anbau sowie Umbau des Bestandsgebäudes
  • Teilneubau und Umbau des N-Trakts
  • Neubau der Tischlerei
  • Umbau des Verwaltungstrakts im Hauptgebäude
  • Umbau der Bautechnik                                     
  • Schaffung von Parkplätzen im Bereich des AZM 1

 

2. Aktueller Umsetzungsstand

 

a)  Fertiggestellte bzw. in Bau befindliche Maßnahmen

 

Während der Fertigstellung und Inbetriebnahme des Wohnheims in Meldorf in den Jahren 2016/17 ist im Jahr 2016 der Umbau des Chemiebereichs des Beruflichen Gymnasiums am Standort Heide durchgeführt worden.

 

Darüber hinaus wurden im Jahr 2016 zusätzliche Parkplätze auf dem Gelände des AZM I in Meldorf erstellt, um die Parkplatznot am BBZ-Standort Meldorf zu verringern.

 

Der erste Spatenstich für den Neubau des BBZ-Hauptgebäudes in Heide fand am 14.01.2019 statt. Für dieses Projekt ist das Architektenbüro PPP aus Lübeck als Generalplaner beauftragt worden. Das Bauvorhaben liegt im Zeitplan und wird voraussichtlich im Juni 2021 fertiggestellt werden.

 

Am 24.05.2019 fand der erste Spatenstich für den Neubau der Metallwerkstatt am
BBZ-Standort in Meldorf statt. Die Fertigstellung ist bis zum 31.12.2020 erfolgt, die Inbetriebnahme durch die Schule hat am 01.03.2021 stattgefunden.

 

b)  Geplante Maßnahmen in den nächsten Jahren

 

Nach dem aktuellen Bauzeitenplan stehen in den kommenden Jahren folgende weitere Baumaßnahmen aus dem Optimierungskonzept „BerufsBildungsZentrum Dithmarschen 2020“ an:

  • der Umbau der Bautechnik und Metalltechnik in Meldorf inklusive Ausstattung (bis Ende 2024 geplant)
  • der Neubau der Tischlerei in Meldorf (ab 2024) sowie
  • der Umbau des Verwaltungstrakts im Hauptgebäude in Meldorf (ab 2022).


c)  Die Planungen zum N-Trakt

 

Als weitere große Baumaßnahme im Rahmen des Projektes BerufsBildungsZentrum 2020“ war die Erweiterung eines Gebäudeteils innerhalb des BBZ-Hauptgebäudes (N-Trakt) in Meldorf geplant. Nach dem 2015 beschlossenen Konzept sollte dieser Teil des Bestandsgebäudes ursprünglich modernisiert und teilweise aufgestockt bzw. erweitert werden.

 

Nachdem die ursprünglich geplante Aufstockung des N-Trakts aus Gründen der Statik und wegen der zu geringen maximalen räumlichen Möglichkeiten verworfen worden war, hat die Verwaltung in Abstimmung mit der Schulleitung des BBZ eine Erweiterung des Gebäudebestands in östliche Richtung entwickelt, in dem die Sozialpädagogen, die Hauswirtschaft und der damalige Mehrbedarf an Klassenräumen aufgrund der Flüchtlingsbeschulung untergebracht werden sollte. Dafür hätten Grundstücksflächen eines ehemaligen Bauernhofes erworben und das darauf befindliche Stallgebäude abgerissen werden müssen. Aufgrund der angrenzenden Wohnbebauung gestaltete sich die Planung kompliziert. In seiner Sitzung am 19.09.2019 hat der Kreistag von dem Bericht der Verwaltung zur aktuellen Bauplanung für die Erweiterung des BBZ-Hauptgebäudes (N-Trakt) in Meldorf zustimmend Kenntnis genommen und die Weichen für die weiteren Planungen gestellt (siehe Drucksachen-Nr. 2019/0645).

 

3.  Planungen der Schule zur weiteren Optimierung der Standorte

 

Auch wenn somit aktuell noch nicht alle Baumaßnahmen des ursprünglichen Optimierungskonzepts „BerufsBildungsZentrum Dithmarschen 2020“ umgesetzt sind, zeigt sich schon jetzt aufgrund der aktuellen Entwicklung der Schule veränderter Handlungsbedarf.

 

Ausgangspunkt sind Überlegungen der Schulleitung zur Profilbildung bzw. Profilschärfung der beiden Standorte des BBZ in Heide und in Meldorf. Während die Ausrichtung des Standortes Meldorf einen handwerklich/technischen Charakter hat, ist der Standort in Heide durch die Themenschwerpunkte Wirtschaft, Gesundheit und im weiteren Sinne Dienstleistungen geprägt.

 

Zur noch konsequenteren Umsetzung dieser Schwerpunktbildung ist ein Umzug des Ausbildungsganges Sanitär/Heizung/Klima von Heide nach Meldorf erforderlich. Zudem soll der Bereich Hauwirtschaft nach Meldorf verlagert werden, um die dort vorgehaltene Infrastruktur mit den entsprechenden Fachräumen und Werkstätten mitnutzen zu können. Durch die Mitnutzung der Lehrküche in Meldorf entfällt der ansonsten notwendige Neubau einer Hauswirtschaftsküche in Heide. Weitere schulorganisatorische Synergien z.B. im Bereich des Lehrkräfteeinsatzes stellen ebenfalls einen großen Vorteil dieser Verlagerungen von Heide nach Meldorf dar.

 

Andererseits gehören die derzeit noch in Meldorf angesiedelten Ausbildungsgänge der sozialpädagogischen Assistent*innen und Erzieher*innen zu den Dienstleistungen im weiteren Sinne, die in konsequenter Umsetzung der Schwerpunktbildung an den Standort Heide verlagert werden sollen. Zu den weiteren Gründen, die für eine Verlagerung dieser Ausbildungsgänge nach Heide sprechen, wird unter den Punkten 4 und 5 näher ausgeführt.

 

Die Ausbildung zum*zur Keramiker*in, die sowohl einen handwerklichen als auch einen künstlerischen Charakter hat, soll in Heide verbleiben. Die Keramikwerkstatt wird derzeit überwiegend für die Beschulung des Ausbildungsberufes Keramiker*in genutzt, sowie für den Kunstunterricht am Beruflichen Gymnasium und im Bereich des Unterrichts für die Pflegeassistent*innen. Durch die Verlagerung der sozialpädagogischen Abteilung nach Heide kann dieser Fachraum noch besser ausgelastet werden.

 

Zusammenfassend betreffen die Überlegungen die räumliche Unterbringung der folgenden Bereiche des BBZ Dithmarschen:

 

  • Berufsfachschule für Sozialpädagogische Assistent*innen sowie der Fachschule für Sozialpädagogik,
  • Keramikwerkstatt,
  • Hauswirtschaft und
  • Sanitär/Heizung/Klima.

 

4.  Aktuelle Situation der Berufsfachschule für Sozialpädagogische Assistent*innen sowie der Fachschule für Sozialpädagogik

 

Die Nachfrage nach Erzieher*innen auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere im Kreis Dithmarschen, wird noch viele Jahre hoch bleiben. Das BBZ Dithmarschen muss daher entsprechende Ausbildungskapazitäten vorhalten.

 

Im Schuljahr 2019/20 konnten zwei Klassen nicht eingerichtet werden, obwohl die Bewerber*innenzahl dies ermöglicht hätte. Grund hierfür war fehlendes pädagogisches Personal. Aufgrund aktiver Werbung des BBZ konnten zwei neue Lehrkräfte aus anderen Bundesländern gewonnen werden; zwei weitere Lehrkräfte mit der Fachrichtung Sozialpädagogik befinden sich im Vorbereitungsdienst. Aufgrund des absehbaren Ruhestands von zwei Lehrkräften aus diesem Bereich bleibt die Personalgewinnung auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe. Unerlässliche Voraussetzung für die Personalgewinnung im Wettbewerb mit anderen Berufsschulen ist die Attraktivität der Rahmenbedingungen. Hierzu rechnen insbesondere attraktive und moderne Raumkonzepte. Mit anderen Worten: Die Attraktivität der Ausbildung und damit auch der „Ruf“ der Fachschule und Berufsfachschule für Sozialpädagogik hängen maßgeblich von der räumlichen und didaktischen Ausstattung ab.

 

In den vergangenen sieben Jahren gab es durchgängig zu wenig Räume für die Abteilung, so dass die Klassen in weit auseinanderliegenden Gebäuden unterrichtet werden mussten. Zudem waren einige der Räume schadhaft (es regnete durch). Dies hat wiederholt zu Beschwerden von Schüler*innen und damit letztlich zu einer schlechten Beurteilung des BBZ geführt, die die sehr gute Unterrichts- und Ausbildungsqualität des Pädagogischen Zentrums XII leider überstrahlt hat.

 

Vor dem Hintergrund der Wettbewerbssituation mit anderen Kreisen ist eine Optimierung der räumlichen Unterbringung dieses Ausbildungszweiges daher unerlässlich.

 

5. Vorübergehende Unterbringung der Berufsfachschule für Sozialpädagogische Assistent*innen und der Fachschule für Sozialpädagogik im Schulgebäude Waldschlößchenstraße 48-52 in Heide

 

Um kurzfristig für die Ausbildungszweige der Sozialpädagogischen Assistent*innen und Erzieher*innen eine Verbesserung der räumlichen Unterbringung zu schaffen, hat die Schulleitung des BBZ ein Konzept entwickelt, wonach die Berufsfachschule für Sozialpädagogische Assistent*innen und die Fachschule für Sozialpädagogik nach Fertigstellung des Neubaus in Heide und Auszug der heute dort noch untergebrachten Einheiten im alten Hauptgebäude an der Waldschlößchenstraße 48-52 in Heide zusammengeführt werden sollen.

 

Hierfür ist das alte Hauptgebäude nach Bezug des Neubaus mit moderatem Aufwand im Rahmen der Bauunterhaltung herzurichten: teilweiser Einbau von Bodenbelägen, Malerarbeiten in verschiedenen Klassenräumen und Nebenräumen, nachrüsten der WLAN – Ausstattung, Überprüfung und ggf. Austausch schadhafter Fenster.

 

Am Standort in Heide können die infrastrukturellen Möglichkeiten des im Sommer 2021 fertig werdenden Neubaus gut mitgenutzt werden (z.B. der Kunstraum oder das Selbstlernzentrum). Auch kann die Keramikwerkstatt mitgenutzt werden (siehe oben unter Punkt 3). Zudem ist der Standort Heide verkehrstechnisch aus allen Richtungen gut erreichbar (direkte Zuganbindung z. B. nach Husum).

 

Die schlechte Zustandsbewertung des alten Hauptgebäudes in Heide war seinerzeit wesentliche Grundlage für die Entscheidung, den Neubau zu realisieren. Als Übergangslösung für eine Zentralisierung der Ausbildungszweige der Sozialpädagogischen Assistent*innen und Erzieher*innen ist eine befristete Weiternutzung des Altbaus jedoch vertretbar. Sie bietet den kurzfristig zu realisierenden Vorteil, dass die gesamte Abteilung wieder an einem Standort vereint ist. Allerdings sind im Altbau die größten Klassenräume für maximal 25 Schüler*innen geeignet, die Hälfte der Räume nur für ca. 20 Schüler*innen. Demnach kann die Nachfrage nach Schulplätzen in dieser Interimsphase möglicherweise nicht vollumfänglich erfüllt werden.

 

6. Planung eines Neubaus für diese Ausbildungsgänge

 

Die vorstehend beschriebene Maßnahme kann daher aus Sicht der Verwaltung und der Schulleitung des BBZ Dithmarschen nur eine Zwischenlösung darstellen. Perspektivisch sollten den Schüler*innen dieser Ausbildungszweige adäquate Räumlichkeiten für moderne Unterrichtskonzepte geboten werden.

 

Für aktuelle moderne Unterrichtsmethodik ist es erforderlich, möglichst variable Lernlandschaften in offenen großen Räumen vorzuhalten, die unterschiedliche Arbeitsformen zulassen: Gruppenarbeitsräume, Einzelarbeitsplätze und Räume, in denen mehrere Klassen für Vorlesungsformen Platz finden.

 

Die Räume für die Klassen sollten groß genug sein, dass bis zu 28 Schüler*innen darin gut arbeiten können, d. h. dass auch die Sozialform gewechselt werden kann (z. B. Sitzkreise für bestimmte Spielformen).

 

In der sozialpädagogischen Ausbildung ist Inklusion eine inhaltliche Querschnittsdimension, d. h. sie nimmt in allen Unterrichtsthemen eine zentrale Bedeutung ein. Die Räumlichkeiten der Abteilung müssen daher barrierefrei sein.

 

In allen Bildungsgängen gilt der Raum als sogenannter „dritter Pädagoge“ und nimmt somit in der Ausgestaltung moderner Lehr-Lernarrangements einen wichtigen Bezugspunkt ein. Insbesondere in sozialpädagogischen Bildungsgängen kommt dieser Bezugspunkt im Rahmen doppelten Theorie-Praxis-Bezugs verstärkt zum Tragen.

 

Um diese Anforderungen umzusetzen, sollte aus Sicht der Verwaltung und der Schulleitung des BBZ Dithmarschen im Bereich des Campus in Nachbarschaft zu dem aktuellen Neubau ein weiterer Neubau errichtet werden.

 

Weitere Synergien können dadurch erzielt werden, dass auch die Keramikwerkstatt für den Ausbildungsberuf der Keramiker*innen im neuen Schulbau untergebracht wird. Die ursprünglich geplante Verlegung nach Meldorf entfällt (siehe oben unter Punkt 3). Durch die Nutzung für die Ausbildung innerhalb der Sozialpädagogischen Abteilung, aber auch andere Nutzungen z.B. durch das Berufliche Gymnasium und die Pflegeassistent*innen würde die Auslastung der Werkstatt erhöht werden.

 

Auch eine Hausmeisterwerkstatt sollte in dem neuen Gebäude eingeplant werden.

 

Angelehnt an den aktuellen Neubau müsste dann auf Basis einer von der Schule vorgelegten Raumkonzepts ein Neubau mit ca. 4.000m² BGF errichtet werden. Die Kosten für das Projekt ermitteln sich bei einem m²-Preis von ca. 3.000 Euro brutto für die Kostengruppen 200-700 dann auf ca. 12.000.000 Euro brutto. Man kann bei diesem Flächenbedarf von einer dreigeschossigen Bebauung ausgehen.

 

Die genaue Lage des Neubaus und ein ggf. erforderlicher Grunderwerb wären im Rahmen der weiteren Planungen zu untersuchen.

 

7. Minimierung der Planungen N-Trakt

 

Bei der Betrachtung der Kosten für einen weiteren Neubau in Heide ist zu berücksichtigen, dass die Planungen des N-Trakts in dem bisher geplanten Umfang nicht mehr erforderlich sind.

 

Bei Umsetzung des neuen Konzepts wäre eine Sanierung des bisherigen Gebäudebestandes des N-Trakts erforderlich. Mit Blick auf gewünschte höhere energetische Standards wären bei der Sanierung z. B. neue Fenster und im Zuge der Dachsanierung eine Photovoltaikanlage einzuplanen. Nach einer überschlägigen Schätzung würden für eine erweiterte Sanierung des N-Trakts Gesamtkosten i. H. v. 3.000.000 Euro brutto entstehen, wobei ein Großteil dieser Kosten aus Mitteln für die laufende Bauunterhaltung gedeckt werden könnte. 

 

Darüber hinaus sollte das Grundstück des ehemaligen Bauernhofs weiterhin erworben werden, um eine eventuell später einmal benötigte Erweiterungsfläche zu sichern, die zudem bereits heute zum Teil für dringend benötigte Parkplätze für das BBZ Meldorf genutzt werden könnte.

 

Die bisher für den Neubau des N-Trakts  angesetzten Kosten in Höhe von 6.875.000 Euro brutto würden sich somit um rund 3,9 Mio. Euro reduzieren, so dass diese Einsparung als Gegenfinanzierung für die Kosten eines weiteren Neubaus in Heide anzurechnen wären.

 

8. Umbau des Verwaltungstrakts in Meldorf

 

Der Umbau des Verwaltungstrakts in Meldorf ist bereits im ersten Optimierungskonzept BBZ 2020 vorgesehen. Für die Modernisierung der vorhandenen Räume und des Bistros wurden im Jahr 2015 Bruttokosten in Höhe von 300.000 Euro angesetzt.

 

Zwischenzeitlich hat sich auch hier ein veränderter Bedarf ergeben. Die vorhandenen Räumlichkeiten sind zu beengt und für attraktive Arbeitsplätze nicht geeignet. Dies hat in der Vergangenheit bereits zu Schwierigkeiten bei der Besetzung freier Stellen im Verwaltungsbereich geführt.

 

Benötigt werden in diesem Bereich folgende Räumlichkeiten:

 

  • 1 Büro für die Verwaltungsleitung/stellvertretende Verwaltungsleitung,
  • 1 Frontoffice für den Empfang mit Schüler*innenkontakt,
  • 3 Büroräume für 5 Arbeitsplätze im Backoffice zzgl. 1 Ausbildungsplatz,
  • 1 Büro für die stellvertretende Schulleitung,
  • 1 Büro für die Schulleitung,
  • 1 Besprechungsraum mit der Möglichkeit zur Durchführung von Videokonferenzen und
  • 1 Sozialraum/Teeküche.

 

Der vorstehende Raumbedarf kann im vorhandenen Bestand nicht abgebildet werden.

 

Darüber hinaus kann der vorhandene Kiosk nicht mehr an dem aktuellen Standort betrieben werden. So ist das Erwärmen von Speisen aufgrund der fehlenden technischen Erfordernisse nicht möglich. Zudem fehlt es an einem Sozialraum für das Kioskpersonal.

 

Die aktuellen Überlegungen gehen dahin, die Verwaltung am Standort Meldorf zu erweitern, das Bistro in einen ehemaligen Klassenraum zu verlegen und eine größere Pausenhalle einzubauen. Hierzu ist das Hauptgebäude um ca. 200 m2 zu erweitern.

 

Eine grobe Kostenschätzung sieht wie folgt aus:

 

  • Erweiterung des Hauptgebäudes um ca. 200 m² mit Vergrößerung
    der Pausenhalle und Umsetzen des Bistros in einen
    vorhandenen Klassenraum (OCL)                                                                    600.000,00 €
  • Abbruch des alten Übergangs Hauptgebäude/N-Trakt               100.000,00 €
  • Umbau/Abbruch altes Bistro               25.000,00 €
  • Umbau der vorhandenen Verwaltung mit 5 Büros, Leitung,
    Besprechungsraum, Teeküche, Archiv, Kopierraum
    insgesamt ca. 350 m² Nutzfläche x 1.250,00 €/m²               437.500,00 €

  brutto              1.162.500,00 €

 

Zur Attraktivierung der Arbeitsbedingungen im Verwaltungsbereich und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Versorgung der Schüler*innen in den Pausen sollten die vorstehend beschriebenen Maßnahmen umgesetzt werden.

 

Entsprechende Haushaltsmittel sind zu gegebener Zeit im Rahmen der Haushaltsberatungen einzuwerben.

 

9.  Ausblick

 

Die Verwaltung unterstützt die Überlegungen der Schulleitung des BBZ Heide ausdrücklich.

 

Zur kurzfristigen Entlastung der heute unzureichenden Unterbringung der Ausbildungszweige der Sozialpädagogischen Assistent*innen und Erzieher*innen sollten diese bereits zum Beginn des Schuljahrs 2021/22 in das dann frei werdende (ehemalige) Hauptgebäude an der Waldschlößchenstraße 48-52 in Heide verlegt werden.

 

Vor einer abschließenden Entscheidung über einen weiteren Neubau auf dem Campus in Heide wird die Verwaltung beauftragt, diesen in enger Abstimmung mit der Schulleitung des BBZ Dithmarschen zu planen und die Planungen einschließlich einer ersten Kostenschätzung dem Kreistag nach Vorberatung im Hauptausschuss, im Schul- und Kulturausschuss und im Finanzausschuss zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.

 

10. Finanzielle Auswirkungen

 

Die beschriebenen Umzüge und die Herrichtung der betreffenden Räumlichkeiten werden aus dem vorhandenen Budget des BBZ Dithmarschen bzw. aus Mitteln für die laufende Bauunterhaltung beglichen.

 

Die finanziellen Auswirkungen für den zweiten Neubau auf dem Campus in Heide können erst nach Erstellung der Kostenschätzung beziffert werden.

 

Für den Umbau der Verwaltung und die Erweiterung des Hauptgebäudes in Meldorf einschließlich der Verlegung des Kiosks und einer Vergrößerung der Pausenhalle entstehen gegenüber den bisherigen Planungen Mehrkosten in Höhe von ca. 900.000 Euro. Diese sind zum Teil investiv zu veranschlagen und zum Teil aus Bauunterhaltungsmitteln zu bestreiten. Die genaue Aufteilung zwischen Ergebnishaushalt und Finanzhaushalt erfolgt im Rahmen der Planung. Die entsprechenden Haushaltsmittel werden im Rahmen der Haushaltsberatungen eingeworben.


 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen

Ja

X

 s. o. (Punkt 10)

Nein

 

 

 

 

 

 

 

Falls ja:

 

 

 

 

 

Im Haushaltsplan berücksichtigt

Ja

 

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

Freiwillige Aufgabe/Maßnahme

Ja

 

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnisplan/Finanzplan

Produkt-Nr.

11184

Produkt-Name

 

 

Ertrag

Euro

Einzahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

Aufwand

Euro

Auszahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

 

Saldo

 

Saldo

 

 

Ein negativer Saldo wird finanziert durch:

(Beschreibung der konkreten – strukturellen - Einsparungsmaßnahmen/Mehrerträge)

 

 

Auswirkung auf Stellenplan

Ja

 

 

Nein

X

 

 

 

 

 

 

 

Stellenmehrbedarf: (z. B. 0,5 VK, EG ___/A___)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Anlagen

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