Drucksache - 2021/1073  

Betreff: Sachstand Umsetzung der Fortschreibung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes
Status:öffentlichDrucksache-Art:Informationsvorlage
Federführend:Fachdienst Bau, Naturschutz und Regionalentwicklung Bearbeiter/-in: Ulich, Erk
Beratungsfolge:
Agrar- und Umweltausschuss Information
25.11.2021 
Sitzung des Agrar- und Umweltausschusses (offen)   

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Sachverhalt:
 

Hintergrund

Dithmarschen ist seit langem im Klimaschutz aktiv. Bereits 2012/2013 wurde ein Integriertes Klimaschutzkonzept (IKK) erstellt, gefördert von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Um das Klimaschutzkonzept umzusetzen, wurde 2015 eine Stelle für ein Klimaschutzmanagement (KSM) eingerichtet. Zunächst wurde diese Stelle ebenfalls im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert, seit Februar 2020 ist sie verstetigt.

 

Die Maßnahmen des ersten IKK sind inzwischen größtenteils umgesetzt oder können aufgrund geänderter Rahmenbedingungen nicht wie vorgesehen durchgeführt werden. Zur Fortführung der langjährigen Klimaschutzanstrengungen im Kreisgebiet und unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse und Rahmenbedingungen sollte daher ein neues, erweitertes „IKK Dithmarschen 2030“ als Grundlage für die zukünftige Arbeit des Klimaschutzmanagements erstellt werden.

 

In seiner Sitzung vom 19.09.2019 hat der Kreistag die Verstetigung der Stelle des KSM und die Fortschreibung des IKK als strategische Grundlage für Klimaschutz im Kreis („Langfristvision“) beschlossen (siehe Drucksache 2019/0619). Daraus soll für einen Zeitraum von jeweils drei Jahren ein Arbeitsprogramm entwickelt werden. Über die Umsetzung wird jährlich im Agrar- und Umweltausschuss berichtet. Pro Jahr stehen für Klimaschutzaufgaben Projekt- und Sachmittel in Höhe von 50.000 Euro zur Verfügung.

 

r die Erstellung des IKK wurde mit Bescheid vom 01.03.2021 eine Förderung in Höhe von 50.000 Euro durch die AktivRegionen Dithmarschen und Eider-Treene-Sorge bewilligt. Die Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes 2030 für den Kreis Dithmarschen wurde nach einem Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb am 31.03.2021 zur Auftragssumme von 77.826 Euro brutto an die Firma Our Common Future Consulting (OCF) aus Hamburg vergeben. Hiervon werden 50 % der Nettokosten (max. 32.700 Euro) gefördert.

 


Aktueller Stand

Anfang April 2021 hat OCF die Arbeit aufgenommen. Zur Begleitung der IKK-Fortschreibung wurde ein Klimaschutz-Beirat gegründet. Mitglieder sind Vertreter*innen der Städte Heide und Brunsbüttel, der Fachhochschule Westküste, des Agrar- und Umweltausschusses, Fridays for Future sowie der Stadtwerke Heide und Brunsbüttel. In regelmäßigen Treffen werden der aktuelle Stand der Erarbeitung und das weitere Vorgehen abgestimmt.

 

Verwaltungsintern hat OCF bisher mit allen für den Klimaschutz relevanten Fachdiensten und Sachgebieten bzw. Stabsstellen Gespräche geführt und die aktuellen sowie zukünftig möglichen Tätigkeiten erfasst, um passende Maßnahmenvorschläge und Hinweise erarbeiten zu können. Durch diese frühe Einbeziehung der Akteure soll erreicht werden, dass die Maßnahmen passgenau und umsetzungsorientiert formuliert werden.

 

Gleiches gilt für die Zusammenarbeit mit externen Akteuren im Kreisgebiet. Auch hier soll durch eine fhzeitige Einbeziehung möglicher Akteure eine gemeinsame Maßnahmenentwicklung erreicht werden. Bisher wurden Workshops mit folgenden Gruppen durchgeführt: Wirtschaftsförderungen, Energieversorgungsunternehmen, Verbraucherzentrale und Stiftung Naturschutz. Im Rahmen der Erarbeitung ist zudem ein Gespräch mit Vertreter*innen der Landwirtschaft vorgesehen.

 

Als eine erste Maßnahme, die schon in einem frühen Stadium der Fortschreibung entwickelt und testweise angewendet werden soll, wurde der „KlimaCheck“ entwickelt. Er soll insbesondere Städten und Gemeinden aufzeigen, wo sie bereits im Klimaschutz aktiv sind. Der als Fragebogen gestaltete KlimaCheck soll auch Anregungen für mehr Klimaschutz geben, indem er aufzeigt, in welchen Handlungsfeldern es welche Möglichkeiten gibt, sich vor Ort zu engagieren und sich so (noch) zukunftsfähiger aufzustellen. Darüber hinaus können Kommunen auf diesem Weg anzeigen, in welchen Bereichen sie sich über Unterstützung r Klimaschutzaktivitäten freuen würden. In einem online-Workshop für alle kreisangehörigen Ämter, Städte und Gemeinden am 29.09.2021 wurde angeregt, den KlimaCheck auch auf Amtsebene anzubieten, eine entsprechende Anpassung des Fragenkatalogs findet derzeit statt. Der KlimaCheck ermöglicht den Kommunen, sowohl den Status Quo zu erfassen als auch zukünftig die Entwicklung einer Gemeinde oder Stadt zu veranschaulichen. Dies kann dann für die Innen- und Außendarstellung genutzt werden.

 

Im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes werden zudem die Treibhausgasbilanzenr den Kreis aktualisiert. Diese wurden einmal mithilfe des KlimaNavis erstellt, für das das Land Schleswig-Holstein den Kommunen eine kostenfreie Lizenz zur Verfügung stellt. Darüber hinaus wurde auch mit Daten der Stadtwerke Heide und Brunsbüttel eine Bilanz erstellt, die teilweise von der KlimaNavi-Bilanz abweicht. Dies ergibt sich unter anderem daraus, dass im KlimaNavi die Verbrauchsdaten für Netzgebiete, die nicht zu Hansewerk gehören, abgeschätzt werden. Da sich das KlimaNavi aber derzeit noch in der ersten Einführungsphase befindet und das KSM insbesondere zu Angelegenheiten, die sich aus der Betrachtung der Kreisebene ergeben, mit dem Team des KlimaNavis in Kontakt ist, werden zukünftig Verbesserungen bei der Anwendung des KlimaNavis erwartet. Daher wird aktuell der Schwerpunkt auf den Treibhausgasbilanzen des KlimaNavis liegen.

 

Ausblick

Aktuell wird der Maßnahmenkatalog für die Handlungsfelder Energie, Industrie und Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD), Kreis- und Regionalentwicklung, kreisinterne Prozesse, Landnutzung, Mobilität, Tourismus und übergeordnete Maßnahmen erarbeitet. Voraussichtlich Anfang 2022 wird eine Entwurfsfassung vorliegen.

 

Die nächste Beiratssitzung findet statt am 15.11.2021. Themenschwerpunkte werden die Treibhausgasbilanzen, die Anpassung des KlimaChecks, die Maßnahmenblätter und Szenarienr eine mögliche Entwicklung im Kreis Dithmarschen sein. Aufbauend auf Potentialen und Szenarien wird im weiteren Prozess auch die Zielsetzung für den Kreis bis 2030 und perspektivisch darüber hinaus festgelegt. Das fortgeschriebene Klimaschutzkonzept wird voraussichtlich Ende März 2022 fertiggestellt sein und dann auch den politischen Gremien zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.

 


 

Finanzielle Auswirkungen

Ja

 

 

Nein

X

 

 

 

 

 

 

Falls ja:

 

 

 

 

 

Im Haushaltsplan berücksichtigt

Ja

 

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

Freiwillige Aufgabe/Maßnahme

Ja

 

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnisplan/Finanzplan

Produkt-Nr.

51110

Produkt-Name

umliche Planungs- und Entwicklungsmaßnahmen

 

Ertrag

Euro

Einzahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

Aufwand

Euro

Auszahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

 

Saldo

 

Saldo

 

 

Ein negativer Saldo wird finanziert durch:

(Beschreibung der konkreten strukturellen - Einsparungsmaßnahmen/Mehrerträge)

 

 

 

Auswirkung auf Stellenplan

Ja

 

 

Nein

X

 

 

 

 

 

 

 

Stellenmehrbedarf: (z. B. 0,5 VK, EG ___/A___)

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Anlagen   keine