Drucksache - 2022/1182  

Betreff: Regionales Entwicklungskonzept Dithmarschen 2030
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Fachdienst Bau, Naturschutz und Regionalentwicklung Bearbeiter/-in: Ulich, Erk
Beratungsfolge:
Wirtschaftsausschuss Beschlussempfehlung an den Kreistag
30.05.2022 
Sitzung des Wirtschaftsausschusses ungeändert beschlossen   
Finanzausschuss Beschlussempfehlung an den Kreistag
09.06.2022 
Sitzung des Finanzausschusses (offen)   
Kreistag des Kreises Dithmarschen Abschließende Beschlussfassung
16.06.2022 
Sitzung des Kreistages des Kreises Dithmarschen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:
 

  1. Die Erarbeitung eines regionalen Entwicklungskonzeptes „Dithmarschen 2030“ wird begrüßt.
  2. Die für das Jahr 2023 anteiligen Mittel in Höhe von 80.000 Euro sind im Haushalt 2023 bereitzustellen.

 


Sachverhalt:
 

Der Kreis Dithmarschen steht aktuell vor einer sehr dynamischen Entwicklung. Der Umbau der Energieversorgung und Energienutzung in Deutschland von überwiegend fossilen Energien hin zu Erneuerbaren Energien geht mit massiven Investitionen einher, die Impulse für Wachstum und Beschäftigung setzen.

 

Als "100%-ee-plus-region" engagiert sich der Kreis Dithmarschen seit vielen Jahren im Klimaschutz und den erneuerbaren Energien. So produziert der Kreis Dithmarschen deutlich mehr Strom aus Windkraft, Biomasse und Photovoltaik, als in der Region benötigt wird. Zudem spielen die Kompetenzen der Fachhochschule Westküste mit dem Institut für die Transformation des Energiesystems (ITE) als interdisziplinär agierendes Forschungs- und Transferzentrum als Standortfaktor zur Umsetzung der Energiewende eine große Rolle. Insgesamt bietet der Kreis Dithmarschen ideale Ansiedlungsbedingungen für alle, die auf klimaneutrale Energien bei der Produktion, Weiterverarbeitung, Verteilung oder Speicherung setzen.

 

Neben den aktuell anstehenden großen Ansiedlungsvorhaben ist daher in den nächsten Jahren mit weiteren Ansiedlungen und einer weiteren Beschleunigung der positiven Entwicklung für den Kreis Dithmarschen zu rechnen. Die damit verbundenen großen Herausforderungen bieten ebenso große Chancen für eine strukturelle Entwicklung des Kreises insgesamt.

 

Die zu prognostizierenden Steigerungen von Wachstum und Beschäftigung gehen einher mit Anforderungen an die Siedlungsentwicklung, soziale und technische Infrastruktur sowie weiteren Aspekten der Daseinsvorsorge. Da die hierbei auftretenden Fragestellungen in der Zuständigkeit verschiedener Akteure liegen, ist eine strukturierte Vorgehensweise erforderlich. Denn nur aufeinander abgestimmte Handlungsperspektiven von Kreis, Kommunen und weiteren Beteiligten ermöglichen ein zielgerichtetes und schnelles Handeln, das Fehlentwicklungen vermeidet.

 

Im Rahmen des Arbeitskreises Demografie am 02.05.2022 haben Vertreter*innen der Ämter, Städte und des Kreises die Erarbeitung eines regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) als Grundlage für eine Positionierung zur Zukunftsfähigkeit Dithmarschens empfohlen.

 

Gegenstand der Leistungsbeschreibung für ein solches REK sollten folgende Arbeitspakete (AP) sein:

 

  • AP 1 Vision und Ziele
  • AP 2 Analysephase / Datengrundlagen
    u.a. Bevölkerungs- und Haushaltsprognose und Wohnraumentwicklungskonzept und Einbeziehung sämtlicher vorhandener Grundlagen auf Kreisebene sowie vorliegender Amts- und Ortsentwicklungskonzepte
  • AP 3 Konzeptphase
    mit Beteiligungsprozess zu den Handlungsfeldern (HF)

o HF Wohnen/ Leben

o HF Soziale Infrastruktur

o HF Technische Infrastruktur

o HF Mobilität

o HF Wirtschaft/ Gewerbe

o HF Kommunikation/ Marketing

  • AP 4 Maßnahmen und Pilotvorhaben
  • AP 5 Kommunikation
  • AP 6 Ergebnisdokumentation

 

 

Nach positiver Beschlussfassung durch den Kreistag würde die Ausschreibung Ende Juni 2022 auf den Weg gebracht werden. Aufgrund der aktuellen Dynamik bei den Ansiedlungsprozessen soll mit der Konzepterstellung möglichst kurzfristig begonnen werden. Beabsichtigt ist ein Bearbeitungszeitraum von ca. elf Monaten (September 2022 bis Juli 2023). In diesem Jahr stehen die erforderlichen Haushaltsmittel zur Verfügung, im Haushalt des Jahres 2023 sind die entsprechenden Mittel einzuplanen (siehe unten).

 

Die Erstellung eines solchen Konzeptes wird entsprechend einer Preisabfrage ca. 120.000 Euro (brutto) kosten. Für eine mögliche Förderung in Höhe von voraussichtlich 50.000 Euro wird ein Antrag bei den AktivRegionen Dithmarschen und Eider-Treene-Sorge gestellt.


 

Finanzielle Auswirkungen

Ja

X

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

Falls ja:

 

 

 

 

 

Im Haushaltsplan berücksichtigt

Ja

X

 und im HH 2023

Nein

 

 

 

 

 

 

 

Freiwillige Aufgabe/Maßnahme

Ja

X

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnisplan/Finanzplan

Produkt-Nr.

 

Produkt-Name

 

 

Ertrag

Euro

Einzahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

50.000,00

zusätzlich / neu

 

 

Aufwand

Euro

Auszahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

120.000,00

zusätzlich / neu

 

 

 

Saldo

-70.000,00

Saldo

 

 

Ein negativer Saldo wird finanziert durch:

(Beschreibung der konkreten strukturellen - Einsparungsmaßnahmen/Mehrerträge)

 

Die anteiligen Haushaltsmittel für das Jahr 2022 in Höhe von ca. 40.000,00 Euro stehen im Produktkonto 51110.53170 im Deckungskreis 2507 zur Verfügung. Die Restsumme in Höhe von ca. 80.000,00 Euro ist im Haushalt 2023 einzuplanen.

 

 

Auswirkung auf Stellenplan

Ja

 

 

Nein

X

 

 

 

 

 

 

 

Stellenmehrbedarf: (z. B. 0,5 VK, EG ___/A___)

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Anlagen keine