Drucksache - 2022/1284  

Betreff: Standortinitiative Regionalmarketing Dithmarschen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Fachdienst Bau, Naturschutz und Regionalentwicklung Bearbeiter/-in: Ulich, Erk
Beratungsfolge:
Wirtschaftsausschuss Beschlussempfehlung an den Kreistag
15.11.2022 
Sitzung des Wirtschaftsausschusses ungeändert beschlossen     
Finanzausschuss Beschlussempfehlung an den Kreistag
01.12.2022 
Sitzung des Finanzausschusses (offen)     
Kreistag des Kreises Dithmarschen Abschließende Beschlussfassung
08.12.2022 
Sitzung des Kreistages des Kreises Dithmarschen ungeändert beschlossen     

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Marken- und Kommunikationsansatz Regionsmarketing  

Beschlussvorschlag:
 

  1. Dem Marken- und KommunikationsansatzStandortinitiative Regionalmarketing Dithmarschen“ wird zugestimmt.

 

  1. Die Verwaltung wird mit der Umsetzung beauftragt.

 

  1. Die für die Umsetzung notwendigen finanziellen Ressourcen in Höhe von 150.000 Euro im Jahr 2023 und 100.000 Euro pro Jahr ab 2024 werden im Rahmen der Haushaltsplanungen berücksichtigt.

 

  1. Dem Wirtschaftsausschuss ist regelmäßig über den Umsetzungsstand der Standortinitiative zu berichten.

 

  1. Die Entscheidung über die zukünftige Personalausstattung wird auf den Hauptausschuss übertragen.

 


Sachverhalt:
 

Der Kreistag hat in seiner Sitzung am 19.09.2019 die Initiierung der Standortinitiative und die Entwicklung einer langfristigen Marketingstrategie für den Standort Dithmarschen beschlossen. Deren Zielsetzung ist die strategische Gesamtpositionierung Dithmarschens als Wirtschafts- und Lebensstandort. Insbesondere sollen junge Dithmarscher*innen an die Region gebunden werden (Bindungsansatz) und gleichzeitig sollen auswärtige Bewerber*innen und Fachkräfte z. B. durch persönliche Ansprache oder Beratung willkommen geheißen werden (Beratungsansatz).

 

Der gesamte Prozess wurde und wird von einer interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppe begleitet. Dieser gehören unter anderem Vertreter*innen folgender Institutionen an: Kreis Dithmarschen, egw: Wirtschaftsförderung, Dithmarschen Tourismus e. V., IHK Flensburg, Unternehmensverband Westküste / Unterelbe, Wirtschaftsjunioren, WKK Westküstenkliniken, Jobcenter Dithmarschen, Agentur für Arbeit, Entwicklungsagentur Region Heide, zwei Vertreter der Amtsverwaltungen und die Schulrätin.

 

Zunächst wurde in einer ersten Stufe am 19.12.2019 die Agentur RaikeSchwertner mit der Entwicklung einer Marketingstrategie zur Definition einer Marke „Dithmarschen“ beauftragt. Das von RaikeSchwertner Ende 2020 vorgelegte Konzept „Standortmarketing für den Kreis Dithmarschen war Grundlage für den weiterführenden Prozess.

 

Am 28.10.2021 wurde die Agentur marktrausch GmbH aus Kiel mit der Erarbeitung einer Kommunikationsstrategie und einer Marketingkampagne beauftragt. Das Zwischenergebnis ist dem Wirtschaftsausschuss in seiner Sitzung am 30.05.2022 vorgestellt worden. Aus dem Gremium wurde bemängelt, die Marke sei nicht markant genug, sie sei austauschbar, es fehle an einem Wiedererkennungswert, es fehle an einem Bezug zur Region Dithmarschen und der Claim sei nicht knackig genug. Zudem wurde der Wunsch geäert, mehr auf die Tradition und auf Innovation einzugehen.

 

Die Agentur Marktrausch hat die Hinweise aufgegriffen und in neue Entwürfe überführt. Diese wurden in Arbeitsgruppen am 29.06.2022 und am 29.08.2022 erörtert. Im Ergebnis wurden Handlungserfordernisse festgelegt. In der Arbeitsgruppensitzung am 25.10.2022, zu der auch die Selbstverwaltung eingeladen war, hat die Agentur Entwürfe vorgelegt, von denen einer als sehr positiv bewertet wurde. Nach fachlicher Bewertung durch die begleitenden Experten der Fachhochschule Westküste und der Klärung von Nachfragen hat die Arbeitsgruppe das Votum abgegeben, den vorgestellten Marken- und Kommunikationsansatz im Grundsatz anzunehmen.

 

Der Marken- und Kommunikationsansatz Standortinitiative Regionalmarketing Dithmarschen“ wird im Wirtschaftsausschuss von der Agentur marktrausch vorgestellt werden.

 

Weiteres Vorgehen

Die Regionskampagne für Dithmarschen soll Anfang 2023 ausgerollt werden. In 2022 werden durch marktrausch im Rahmen der laufenden Beauftragung noch einige Initial-Projekte fertiggestellt, wie z. B. Relaunch der Kreis-Website, Integration der Kampagnen-Landingpage, Erstellung des CD-Manuals, Ausarbeit eines Newsletter-Templates sowie verschiedener Print-Werbemittel.

 

r die Initialphase (Roll-out) in 2023 braucht es folgende Maßnahmen, um ein Erstausstattungspaket zu erarbeiten und sowohl in der Region vor Ort als auch im Norddeutschen Umfeld (Hamburg, Schleswig-Holstein) Aufmerksamkeit und Akzeptanz zu finden:

 

  • Kampagnenproduktion (Konzept sowie Umsetzung Foto- und Filmshooting)
  • Entwicklung Online-Redaktionskonzept, angebotsfokussiert
  • Aufsetzen Social-Media Accounts (Facebook, Instagram, LinkedIn) und Einrichtung Profile
  • Konzeption und Einrichtung Social-Media Ad-Kampagnen
  • Interne Auftakt-/Infoveranstaltung für Mitarbeitende/Mitwirkende
  • Presseauftakt/-konferenz
  • Partner-Konzept sowie Unterstützung Akquisition und erste Angebote
  • Distribution und Platzierung Kampagnen-Werbemittel im Kreis
  • Kampagnenplanung und begleitendes -management
  • Optionale Aktivitäten wie z. B. Produktion Kampagnenfilm, Plakatkampagne im Kreisgebiet, kreative Promotion-Aktion (Heißluftballon, Kreidestencils etc.)

 

Die Umsetzung der initialen und der laufenden Maßnahmen wird vom Kreis im Sinne einer „Kopfstelle“ koordiniert. Die Ausarbeitung und die Produktion von Marketingmaßnahmen (z. B. Kampagnenplanung und -produktion, Kommunikation nach innen und außen, Foto- und Filmproduktion, Werbemittel) werden über eine Agentur abzuwickeln sein.

 

Auswirkung auf den Stellenplan

r die Umsetzung der laufenden Maßnahmen braucht es nach Gutachteraussage eine personelle Verankerung im Kreis Dithmarschen. In regelmäßigen Abständen müssen Themen, Inhalte und Aufgaben definiert und abgestimmt werden.

 

Aus gutachterlicher Sicht sollte der Stellenanteil beim Kreis Dithmarschen für die Erbringung der nachstehend aufgeführten Aufgaben mind. 1,0 VK betragen.

 

  • Koordinierung des Gesamtprozesses durch die Kreisverwaltung
  • Administrative Abwicklung
  • Dezentrale Verortung von Teilaufgaben, die den jeweils vorhandenen Zuständigkeiten und Kompetenzen entsprechen
  • Weiterführung der Einbindung unterschiedlicher Akteure aus Dithmarschen über die Arbeitsgruppe
  • Anlassbezogene Projektgruppen zur Entwicklung von Angeboten
  • Koordination des Partner-Marketings
  • Koordinierung und Begleitung der umsetzungsbezogenen Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
  • Vorstellung Kampagnenplanung in Gremien der Selbstverwaltung
  • Nutzung des Corporate Designs durch den Kreis Dithmarschen, auch im Sinne einer Vorreiterfunktion

 

Die Verwaltung schlägt vor, die Umsetzung bzw. die Koordination der Standortinitiative zunächst mit vorhandenen Stellen im Umfang von ca. 0,5 VK wahrzunehmen. Hierfür werden für zunächst ein Jahr im Fachdienst Bau, Naturschutz und Regionalentwicklung, Sachgebiet Regionalentwicklung, Aufgabenprioritäten verschoben. Nach diesem Zeitraum erfolgt eine Evaluierung, deren Ergebnis mit entsprechenden Empfehlungen der Selbstverwaltung vorgestellt wird.

 

Finanzielle Auswirkungen

Die Kosten der Umsetzung hängen zunächst von den zu entwickelnden Maßnahmen ab. Die Kampagne ist langfristig angelegt, womit jährlich Kostenr die Ausarbeitung und Produktion von Marketingmaßnahmen anfallen werden, die je nach Art und Umfang der Kampagne und der ausgewählten Maßnahmen stark schwanken können. Zunächst war die Verwaltung von mindestens 50.000 Euro pro Jahr ausgegangen (siehe Drucksache 2019/0639). Im Ergebnis des aktuellen Prozesses sowie mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen und Chancen sollten für die mit einem Mehraufwand verbundene Initialphase im Jahr 2023 150.000 Euro und dann für den laufenden Prozess ab dem Jahr 2024 100.000 Euro pro Jahr eingeplant werden.

 

 


 

Finanzielle Auswirkungen

Ja

X

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

Falls ja:

 

 

 

 

 

Im Haushaltsplan berücksichtigt

Ja

X

 ab HH-Plan 2023

Nein

 

 

 

 

 

 

 

Freiwillige Aufgabe/Maßnahme

Ja

X

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnisplan/Finanzplan

Produkt-Nr.

51110

Produkt-Name

umliche Planungs- und Entwicklungsmaßnahmen

 

Ertrag

Euro

Einzahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

Aufwand

Euro

Auszahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

 

Saldo

 

Saldo

 

 

Ein negativer Saldo wird finanziert durch:

(Beschreibung der konkreten strukturellen - Einsparungsmaßnahmen/Mehrerträge)

 

Die für die Umsetzung erforderlichen Mittel in Höhe von 150.000 Euro im Jahr 2023 und 100.000 Euro pro Jahr ab dem Jahr 2024 sind in den Haushaltsplanungen zu berücksichtigen.

 

 

Auswirkung auf Stellenplan

Ja

 

 

Nein

X

 

 

 

 

 

 

 

Stellenmehrbedarf: (z. B. 0,5 VK, EG ___/A___)

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Anlage - Marken- und Kommunikationsansatz Regionsmarketing

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Marken- und Kommunikationsansatz Regionsmarketing (2746 KB)